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0:0 gegen Freiburg : Die Null steht bei der Fortuna

  • -Aktualisiert am

„Teilausschluss“ für Besucher: Nur 26.900 Zuschauer durften rein Bild: dpa

Das dritte 0:0 in Folge beschert Aufsteiger Fortuna Düsseldorf auch gegen bessere Freiburger einen Punkt. Die Rheinländer bleiben die einzige deutsche Profimannschaft ohne Gegentor.

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          Es war das gewohnte Bild, das sich den Betrachtern der Bundesliga-Auftritte mit Düsseldorfer Beteiligung in dieser Saison bislang bietet. Die Fortuna lässt hinten wenig zu – und lässt vorne wenig Durchschlagskraft erkennen. Mit dem dritten 0:0 nacheinander macht man sich zwar keine Freunde in der Liga, holt aber Punkte. Immerhin hat nach dem Remis gegen den SC Freiburg die Serie der Rheinländer weiter Bestand.

          Als einzige Mannschaft im deutschen Profifußball haben die Düsseldorfer noch kein Gegentor in dieser Spielzeit kassiert. Die Freiburger mussten nach dem über weite Strecken zähen Ringen feststellen, dass auch ihnen das Toreschießen gegen Düsseldorf ähnlich schwer fiel wie der Konkurrenz. Und das, obwohl die Breisgauer mit der Empfehlung eines 5:3-Sieges gegen Hoffenheim angereist waren.

          Die Fortuna war sogar angriffslustig in die Partie gestartet, versuchte den SC in der Anfangsphase zu überraschen. Der australische Nationalspieler Robbie Kruse setzte seinen Schuss aber weit am Tor vorbei (2. Minute). Die temperamentvolle Anfangsphase versprach mehr, als das Spiel zu halten vermochte. Die Breisgauer lösten sich aus der Umklammerung, brachten aber in der ersten halben Stunde keinen gefährlichen Angriff zustande. Die Teams, denen beide eine Saison in stetiger Abstiegsgefahr prophezeit wird, luchsten sich die Bälle gegenseitig so weit vor den Strafräumen ab, dass gefährliche Szenen ausblieben.

          Erst Fortuna-Kapitän Lambertz brachte in der 35. Minute mit seinem Schuss wieder Leben in die Bude. Das Spiel in der Düsseldorfer Arena fand nur vor 26.900 Zuschauern statt, weil der DFB für die ersten beiden Fortuna-Heimspiele einen „Teilausschluss“ für Besucher verhängt hatte – als Reaktion auf die Vorkommnisse beim Relegationsspiel im Mai. Guédé (38.), der an Torwart Giefer scheiterte, und Makiadi (42.), der sich am langen Pfosten aussichtsreich freigelaufen hatte, vergaben die besten Freiburger Chancen vor der Pause.

          Applaus in eigener Sache: die Düsseldorfer Fortunen bleiben ohne Gegentor
          Applaus in eigener Sache: die Düsseldorfer Fortunen bleiben ohne Gegentor : Bild: dpa

          Daran änderte sich zunächst auch nach der Pause nichts. Schahin vermochte in der 52. Minute einen der wenigen aussichtsreichen Konter nicht zu vollenden. Es blieb ein Duell, das durch mehr Rasse als Klasse geprägt war. Die Freiburger konnten ihre bessere Spielanlage nicht in gefährliche Offensivsituationen ummünzen, die mitunter hektisch zu Werke gehenden Fortunen kamen mit schierer Kampfkraft dem Ziel auch nicht näher.

          Zu einem Schlussspurt mit Verve ließ sich schließlich keiner der Konkurrenten mehr hinreißen. Und doch bot das Spiel noch einen späten Höhepunkt: Aus dem Nichts lenkte der eingewechselte Fortuna-Angreifer Nando Raffael in der Nachspielzeit den Ball gegen die Latte. Doch ein Tor wäre für die Fortuna des Guten wohl auch zu viel gewesen.

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          Fortuna Düsseldorf - SC Freiburg 0:0

          Fortuna Düsseldorf: Giefer - Levels, Malezas, Langeneke, van den Bergh - Fink, Bodzek (63. Bellinghausen) - Kruse, Woronin (80. Cha ), Lambertz - Schahin (71. Rafael)
          SC Freiburg: Baumann - Mujdza, Ginter, Diagné, Sorg - Schuster, Makiadi - Schmid, Caligiuri (74. Freis) - Guédé (78. Flum), Kruse
          Schiedsrichter: Dankert (Rostock)
          Zuschauer: 26 862
          Gelbe Karten: Bellinghausen (2), Levels (1) / Flum (1), Mujdza (1)

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