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0:0 gegen Frankfurt : Hamburg im Dauereinsatz - und ohne Sieg

  • -Aktualisiert am

Kopfballduell in der Luft: Rincon und Ochs Bild: REUTERS

Nur 40 Stunden nach dem Europapokal-Sieg gegen Eindhoven hat der Hamburger SV in der Bundesliga nicht nachlegen können. Gegen eine defensiv eingestellte Frankfurter Eintracht reichte es nur zu einem torlosen Remis.

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          Nur 40 Stunden waren vergangen, seit der HSV am Donnerstag gegen Eindhoven gespielt hatte - am Samstag traf Hamburg auf einen ähnlich defensiven Gegner, diesmal ohne das bessere Ende für sich zu haben: 0:0 spielte der HSV in einer enttäuschenden Bundesligapartie gegen Eintracht Frankfurt. An der fehlenden Kraft nach der sehr kurzen Pause mag es auch gelegen haben, dass der HSV so wenig gegen die gut verteidigende Eintracht um den herausragenden Chris zustande brachte.

          Insgesamt fehlten dem Hamburger Spiel aber wieder einmal Tempo und Überraschungseffekte, um gegen einen tief stehenden Gegner zu Treffern zu kommen. Die Eintracht war bei einigen Kontern gefährlicher als der HSV in der zweiten Halbzeit, schien am Ende aber zufrieden mit dem einen Punkt.

          Die erste Enttäuschung für die Fans des Hamburger SV gab es schon vor dem Anpfiff - Ruud van Nistelrooy konnte wegen einer Oberschenkelverhärtung nicht auflaufen; er saß nicht einmal auf der Bank. Die Insassen der vielen Fahrzeuge mit niederländischen Kennzeichen rund um das Stadion waren also vergebens gekommen, denn auch Eljero Elia fehlte ja verletzt. Für van Nistelrooy spielte der junge Deutschtürke Tunay Torun. Ansonsten hatte Trainer Bruno Labbadia die Mannschaft auf einigen Positionen im Vergleich zum Europa-League-Spiel verändert: Piotr Trochowski und Jerome Boateng durften wieder von Beginn an spielen. Und der drei Monate verletzte Zé Roberto stand nach seinen Problemen mit dem rechten Sprunggelenk wieder einmal in der Startformation.

          Spycher und Chris nehmen Berg in die Mangel

          Berg köpft freistehend neben das Tor

          Die offensive Aufstellung mit den drei Angreifern Petric, Berg und Torun konnte die gut stehenden Frankfurter aber zunächst gar nicht schrecken. Die Eintracht wartete mit neun Defensiven auf die Angriffe des HSV; nur Halil Altintop wartete vorn auf Konter. Weil beim HSV aber wieder einmal Tempo, Direktspiel und Ideen fehlten, hatte die Eintracht lange Zeit nichts zu befürchten. Bis zur 25. Minute - da köpfte Marcus Berg freistehend an Oka Nikolovs Tor vorbei.

          Der erste Torschuss der Eintracht wäre beinahe im Gehäuse des HSV gelandet - Tebers Versuch ging nur knapp vorbei. Hamburg erhöhte nun das Tempo und kam noch vor der Pause zu zwei guten Möglichkeiten: erst gelang Torun das Kunststück, allein vor Nikolov stehend neben das Tor zu köpfen. Eine Chance, die ein guter Stürmer in ein Tor ummünzt. Mladen Petric ist ein guter Stürmer mit starker Technik, doch auch ihm passieren mal Missgeschicke: eigentlich trifft er ja ins Tor, wenn er sieben Meter davor steht. Doch Trochowskis scharfe Hereingabe in der 44. Minute traf er so komisch, dass der Ball hoch übers Tor flog.

          Frankfurt mutiger - und mit schlampigen Abspielen

          Nach der Pause wurde Frankfurt mutiger. Einige Konter wurden aber unkonzentriert ausgespielt; vor allem Alexander Meier spielte einige Pässe, die keinen der Mitspieler erreichten. Die Eintracht gestaltete das Spiel offener gegen einen HSV, dem man nun langsam anmerkte, dass er erst am Donnerstag in der Europa League gespielt hatte. Ein ausnahmsweise guter Konter über Meier hätte beinahe die Frankfurter Führung gebracht; in letzter Sekunde rettete aber Boateng vor dem einschussbereiten Ochs.

          Die Eintracht hatte nun gemerkt, dass bei diesem HSV mehr drin sein könnte es als ein Punkt, doch immer wieder waren es schlampige Abspiele, die mehr als aussichtsreiche Angriffe verhinderten. Das ärgerte auch den Frankfurter Trainer Michael Skibbe, der sich am Ende aber doch freuen durfte, dass die Eintracht nach dem Sieg in Dortmund und vielen, vielen Niederlagen beim HSV einen verdienten Punkt in Hamburg holte und den guten Mittelplatz sicherte.

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