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0:0 gegen Cottbus : Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig für den KSC

  • -Aktualisiert am

Gleichgewicht der Kräfte: Cottbus und Karlsruhe trennen sich 0:0 Bild: dpa

Das torlose Unentschieden gegen Cottbus hilft dem Karlsruher SC nicht weiter. Der Tabellenletzte dürfte nun kaum noch zu retten sein. Cottbus nähert sich mit der Eichhörnchenmethode wieder ein Stück dem Klassenerhalt.

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          Es sollte ein großer Schritt in Richtung Klassenverbleib werden. Das 0:0 gegen Energie Cottbus ist jedoch allenfalls ein ausgesprochen kleiner Schritt des Karlsruher SC, der darauf hofft, auch in der kommenden Saison in der Bundesliga zu spielen. Der Gegner aus der Lausitz kann mit dem einen Punkt wesentlich besser leben als der Tabellenletzte aus Baden. Nach dem überraschenden 1:0-Sieg bei Bayer Leverkusen vergangene Woche hatte der KSC neue Hoffnung geschöpft und versucht, aus der Rückkehr von Kapitän Maik Franz, der erstmals seit Oktober 2008 wieder in der Starelf stand, zusätzliche Motivation zu ziehen.

          „Wir müssen gewinnen, sonst sieht es schlimmer aus als vorher“, hatte Franz vor dem Spiel gesagt. Nach dem enttäuschenden Unentschieden gegen geschickt verteidigende, aber extrem defensive Spieler aus Cottbus vor 27 311 Zuschauern wird die Not beim KSC jedoch immer größer. Und dennoch: Fünf Spieltage vor Saisonende beträgt der Abstand zu Relegationsplatz 16 nur drei Punkte, der rettende Platz 15, auf dem Cottbus steht, ist nur vier Punkte entfernt. Wieder mühte sich der KSC, offenbarte aber zu viele Schwächen im Abschluss.

          Cottbus hatte wenig Interesse an Spielgestaltung

          Lange konnte der KSC das Tempo nicht hoch genug halten, um Cottbus dauerhaft unter Druck zu setzen. Energie mit dem fit gespritzten Timo Rost und Mariusz Kukielka vor der Abwehr und einer defensiven Ausrichtung machte die Räume eng und nahm dem KSC den Schwung. Die Folge: Viele Querpässe der Badener. Bei Abstößen ließ sich Torwart Gerhard Tremmel sehr viel Zeit, fünf bis sechs Energie-Spieler blieben als Absicherung immer in der eigenen Hälfte. Abgesehen von zwei halbherzigen Schussversuchen durch Christian Eichner (6. Minute) und Giovanni Federico (18.) brachte der KSC in der ersten halben Stunde nichts zustande. Die größte Chance aber hatte Cottbus nach einem Konter. Karlsruhes Torwart Markus Miller konnte den Schuss von Dimitar Rangelow in der 25. Minute jedoch mit viel Mühe abwehren.

          KSC-Kapitän Maik Franz verzweifelt

          Da Cottbus wenig Interesse daran hatte, die Spielkontrolle zu übernehmen, durfte sich der KSC weiter in der Offensive probieren. Energie-Torwart Gerhard Tremmel aber rettete mit einer artistischen Parade nach einer direkten Ecke von Antonio da Silva in der 33. Minute. Der KSC wurde mutiger und besser. Das Unvermögen im Abschluss aber hatte weiter Bestand. Sebastian Freis, mit acht Treffern bester Torschütze der Karlsruher, verstolperte jedoch die meisten Möglichkeiten, trat mal über den Ball oder ließ ihn sich im letzten Moment abnehmen. In der 57. Minute bremste Tremmel den Sololauf von Freis mit einer starken Parade.

          Die größte Chance doch noch drei Punkte zu sichern, vergab der KSC in der 68. Minute. Freis drang in den Strafraum ein, Tremmel wehrte ab, ließ den Ball abprallen, Joshua Kennedy spielte zurück zu Federico, der aus acht Meter Entfernung jedoch unbedrängt über das Tor schoss. Nach dem Schlusspfiff blieben die Spieler noch lange im Mittelkreis stehen. Sie hatten den Kopf auf den Boden gerichtet - und das Publikum forderte lautstark die Ablösung von Trainer Edmund Becker.

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