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0:0 gegen Bremen : Leverkusen verpasst Sprung an die Tabellenspitze

  • Aktualisiert am

Bayer-Stürmer Stefan Kießling (l.) verpasste seinen sechsten Treffer in Folge beim 0:0 gegen Bremen Bild: dpa

Das 1:1 des Hamburger SV in Frankfurt war eine Einladung zum Sprung an die Spitze. Doch Bayer Leverkusen traf gegen die Gäste aus Bremen das Tor nicht - am Ende hieß es 0:0. Damit verpasste auch Bayer-Stürmer Stefan Kießling einen Bundesliga-Rekord.

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          Bayer Leverkusen hat den Sprung an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga verpasst. Am Sonntagabend konnten die Rheinländer nicht vom 1:1 des Tabellenführers Hamburger SV bei der Frankfurter Eintracht wenige Stunden zuvor profitieren. Es reichte für den punktgleichen Ligazweiten nur zu einem 0:0 gegen Werder Bremen - das erste torlose Remis von Bayer nach 72 Bundesliga-Begegnungen.

          Dennoch sahen die Zuschauer in der Bay Arena eine bewegte Partie, in der bei Bremen Kapitän Torsten Frings und Torhüter Tim Wiese herausragten. Bei den noch immer unbesiegten Leverkusen gefiel an diesem sechsten Spieltag wieder einmal Nationaltorwart René Adler mit ein paar guten Paraden.

          Unter den Augen des Bundestrainers entwickelte sich eine flotte Partie, deren Qualität im Laufe der ersten Hälfte jedoch ein wenig nachließ. Joachim Löw konnte in Leverkusen gute Vergleiche zwischen seinen Nationalspielern anstellen: So überzeugten die Torhüter Adler und Wiese gleichermaßen; auch in der defensiven Mittelfeldposition verrichteten Rolfes und Frings ihren Job tadellos - mit leichten Vorteilen für den von Löw zuletzt ignorierten Bremer.

          Werder hält gut dagegen - trotz vorheriger Strapazen

          Die spektakulärsten Auftritte hatte in den ersten 45 Minuten der Bremer Jungnationalspieler Marin, der mit seinen Schüssen zweimal an Adler scheiterte (13. und 16.) und in der 41. Minute eine Hereingabe des ähnlich umtriebigen Hunt (er vertrat den am Knie verletzten Spielmacher Özil) verfehlte. Auf der anderen Seite behielt Wiese im Duell mit dem vor ihm stehenden Kroos ebenso die Nerven (5.) wie später im Zweikampf mit Barnetta (41.).

          Das Spitzenspiel hatte also seine prickelnden Momente. Vor allem die Bremer Ansätze waren so vielversprechend, dass Werders Geschäftsführer Klaus Allofs bei Halbzeit des Lobes voll war: „Wir machen das sehr gut, sind viel in Bewegung und dabei diszipliniert. Was jetzt noch fehlt, ist ein Tor.“

          Frisch und munter kombinierend, suchten auch nach dem Wechsel beide Teams rasch wieder ihre Chance. Die Leverkusener zogen das Tempo noch ein wenig an, doch die reifer anmutenden Bremer blieben zunächst unbeeindruckt. Werder hielt dagegen - trotz der Europa-League-Strapazen vom vergangenen Donnerstag beim 3:2-Sieg auf Madeira gegen Nacional Funchal. Beide Teams demonstrierten zwar steten Angriffsgeist, bewahrten aber defensiv die Konzentration aufs Wesentliche.

          Stürmer Kießling verpasst einen Bundesliga-Rekord

          So waren die Torgelegenheiten in der erstmals mit 30.000 Zuschauern ausverkauften neuen Bay Arena rar gesät. Pizarro und Kießling, die beiden besten Angreifer ihrer Mannschaften, mussten sich in Geduld fassen, weil sie so gut wie nie in eine aussichtsreiche Position kamen. Dabei winkte dem Leverkusener sogar ein Bundesliga-Rekord: Kießling, der in den ersten fünf Saisonspielen jeweils einmal erfolgreich war, hätte mit einem sechsten Treffer im sechsten Meisterschaftsspiel eine neue Bestmarke gesetzt. Die beste Gelegenheit zu einem Tor besaß der Leverkusener Vidal, doch bei seinem Heber stand ihm Wiese im Wege (82.).

          Gegen Ende der in puncto Dynamik wieder nicht mehr so hochtourigen Auseinandersetzung schienen sich beide Mannschaften dann doch mit dem torlosen Remis bescheiden zu wollen, was auch als Geste des beiderseitigen Respekts voreinander zu verstehen war.

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