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Bundesliga : Duo Völler/Skibbe soll auch Leverkusen Erfolg bringen

  • Aktualisiert am

Wieder ein Team: Völler und Skibbe (l.) Bild: AP

Michael Skibbe ist neuer Chefcoach bei Bayer 04 Leverkusen. Der 40jährige tritt die Nachfolge des am 16. September beurlaubten Klaus Augenthaler an. Völler und Skibbe hatten von 2000 bis 2004 zusammen die Nationalmannschaft betreut.

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          Mit dem wiedervereinten Erfolgsduo Michael Skibbe/Rudi Völler will Bayer Leverkusen den Status als Premium-Marke des deutschen Bundesliga-Fußballs zurück erobern. Der 40 Jahre alte Skibbe wurde am Sonntag in Leverkusen als Nachfolger des am 16. September beurlaubten Klaus Augenthaler vorgestellt. Zuvor hatte Matthias Sammer Bayer eine Absage erteilt. Auch der dänische Nationaltrainer Morten Olsen war als Kandidat für den Posten des Chefcoaches beim Werksteam gehandelt worden.

          Als neuer Bayer- Chefcoach arbeitet Skibbe abermals mit Leverkusens Sportdirektor Völler zusammen: Von Juli 2000 bis Juni 2004 waren Skibbe und Völler als Bundestrainer und Teamchef für die Nationalmannschaft verantwortlich und führten das DFB-Team 2002 gemeinsam ins WM-Finale.

          „Das ist für mich eine unglaublich große Herausforderung“, sagte Skibbe, der einen Vertrag bis 30. Juni 2007 bekommt. „Dabei gibt es keine Klausel, daß sich die Mannschaft 2006 für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren muß“, betonte Bayer- Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. Die Entscheidung für Skibbe fiel in der Nacht zum Freitag; am Samstag bekam der neue „starke Mann“ unter dem Bayer-Kreuz vom Geschäftsführenden DFB-Präsidenten Theo Zwanziger die telefonische Freigabe und wird die Bayer-Mannschaft am Samstag in Mainz erstmals auf der Bank betreuen.

          Skibbe soll Bayer zurück in die Spitze führen

          „Von Skibbe absolut überzeugt“

          „Das Ziel wird sein, attraktiven und offensiven Fußball zu spielen“, hat Skibbe sich für sein neues Team vorgenommen. Dabei ist dem 40jährigen das zuletzt behäbige und in der Abwehrarbeit anfällige Gebaren der Bayer-Profis bewußt: „Wir müssen eine größere Kompaktheit bekommen, speziell in der Defensive. 14 Gegentore sind für eine Spitzenmannschaft deutlich zu viel.“ Dennoch betonten Skibbe und Sportdirektor Völler mehrfach, daß die Mannschaft zum ersten Bundesliga-Drittel gehöre. „Es paßt, das wird funktionieren“, sagte Völler. Skibbe habe jetzt die Aufgabe, „daß wir aus der Mühle rauskommen. Bis zur Winterpause können wir die Kurve kriegen. Ich bin von Michael Skibbes Fähigkeiten absolut überzeugt.“

          Vier Jahre arbeiteten Skibbe und Völler beim DFB zusammen und traten nach dem Vorrunden-Aus bei der Europameisterschaft 2004 in Portugal zurück. Völler wurde nach einem kurzen Intermezzo bei AS Rom im Januar 2005 Bayer-Sportdirektor, der gebürtige Gelsenkirchener Skibbe war zuletzt im Jugendbereich des DFB tätig und betreute dessen U 18-Auswahl.

          Bundesligaerfahrung mit dem BVB

          Nach Augenthalers Zwangs-Demission war Völler Interims-Chefcoach geworden. In vier Bundesliga-Partien unter seiner Leitung gab es für die Bayer-Profis zwei Siege, ein Remis und eine Niederlage. Im Uefa-Cup schied die Mannschaft in der ersten Runde gegen ZSKA Sofia aus.

          Skibbe gilt als Fachmann für den Fußball-Nachwuchs. Als Spieler war er für Wattenscheid 09 und den FC Schalke 04 aktiv. Im Schalke-Trikot bestritt er 14 Bundesliga-Partien, in denen er ein Tor erzielte. Wegen einer Knieverletzung wurde er schon früh Sportinvalide und begann bei den Gelsenkirchenern seine Trainerkarriere. 1998 wurde er mit 32 Jahren als jüngster deutscher Chefcoach bei Borussia Dortmund verpflichtet und belegte mit dem BVB in der Saison 1998/99 Platz 4. Im Februar 2000 wurde er in Dortmund nach einer 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern beurlaubt.

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