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Bremen in der Champions League : Werders Topstürmer und Problemfälle

  • Aktualisiert am

Bremer Hoffnungsträger: Klasnic (links) und Klose Bild: REUTERS

Ivan Klasnic und Miroslav Klose sollen Werder Bremen in der Champions League gegen Athen voranbringen. Allerdings hat Trainer Schaaf doppelte Sorgen in der Defensive.

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          Zwei Torgaranten und zwei Problemfälle - Werder Bremen ist mit gemischten Gefühlen zum Champions- League-Spiel nach Athen gereist. „Wenn wir da Punkte lassen, wird es sehr schwer, die nächste Runde zu erreichen“, warnte Thomas Schaaf vor der Partie beim griechischen Meisterschaftszweiten Panathinaikos am Dienstag (20.45 Uhr/Premiere). Der Fußball-Lehrer setzt auf Konter und vor allem auf die Treffsicherheit von Ivan Klasnic und Miroslav Klose, der nach der Auftaktniederlage gegen Barcelona wieder spielberechtigt ist. Schaaf hat allerdings doppelte Sorgen in der Defensive.

          Mit einer Niederlage wäre das Abenteuer Champions League für Werder schon nach dem zweiten Spiel so gut wie beendet. „Jetzt wird sich gegen Panathinaikos und im Spiel gegen Udinese zeigen, ob wir stark genug sind“, sagte Manager Klaus Allofs und fügte selbstbewußt an: „Ich denke, daß unsere Mannschaft die Klasse hat.“ In der weiter verbesserten Viererkette sind jedoch Schwächen auf der linken Seite nicht zu übersehen. Der für den formschwachen Nationalspieler Christian Schulz eingesetzte Jelle van Damme zeigte bei seinen zwei Ligaeinsätzen ebenfalls deutliche Defizite im Abwehrverhalten. „Er hat gute Ansätze gezeigt“, kommentierte Allofs.

          Das Sicherheitsrisiko liegt links

          Trainer und Manager erwarten sich von dem Belgier mehr. „Die Sicherheit ist noch nicht da“, beschrieb Allofs das Problem. Es sei zu erkennen, „daß er lange nicht gespielt hat“. Die linke Seite bleibt das größte Sicherheitsrisiko. Das zweite Problem der Bremer ist leichter zu lösen, denn für den gegen Bayer Leverkusen pausierenden Frank Baumann könnte erneut Daniel Jensen auflaufen. „Er ist nicht so konstant“, sagte der Manager über den Kapitän, der zuvor zu den schwächsten Werder-Spielern gehörte und um ein Gespräch mit dem Trainer gebeten hatte.

          Zeigt gute Ansätze: Jelle van Damme
          Zeigt gute Ansätze: Jelle van Damme : Bild: dpa/dpaweb

          Baumanns Bankeinsatz am Samstag gegen Leverkusen hatte aber „nichts mit dem Eigentor in Gladbach zu tun“, versicherte Schaaf. Schwierig wird die Entscheidung für das Athen-Spiel dadurch, daß Torsten Frings auf Baumanns Stammposition vor der Abwehr gegen das Bayer-Team der beste Bremer war. „Wir haben mehrere Optionen“, sagte Schaaf. Baumann könnte auch rechts in der Raute auflaufen. „Daniel Jensen spielt auch in Nationalmannschaft zentral vor der Abwehr.“

          Nur der Sturm hat „eine tolle Quote“

          Sorgenfreie Zone ist hingegen der Angriff, 13 von 19 Bundesliga-Tore erzielte der Sturm. „Die haben eine tolle Quote“, schwärmt der Trainer. Die Gefahr, daß die beiden Stürmer durch ihren sportlichen Höhenflug abheben, sieht Allofs nicht: „Bei Miro ist die Gefahr ohnehin nicht sehr hoch. Bei Ivan sorgt der Trainer dafür, daß es nicht soweit kommt.“ Falls die zwei Topstürmer nicht treffen sollten, steht mit Nelson Valdez ein Joker der Extraklasse bereit.

          Werder setzt auf Konter gegen die Athener, die nach dem verpatzten Champions-League-Auftakt in Udine noch mehr unter Druck stehen als die Gäste. „Panathinaikos wird mit dem Publikum im Rücken richtig loslegen“, prophezeite Schaaf. Mittelfeldspieler Tim Borowski meinte: „Das wird ein heißes Spiel, Athen muß im eigenen Stadion mehr machen.“ Der Nationalspieler weiß nach zwei eher mäßigen Bundesliga- Begegnungen aber auch: „Wir müssen eine Schippe drauflegen.“

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