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Brasiliens Fußball-Idol Pele : „Sie haben erfunden, dass ich depressiv bin“

  • Aktualisiert am

Brasiliens Fußballlegende Pelé ist gesundheitlich angeschlagen (Bild von 2016). Bild: dpa

Sein Sohn Edinho löste mit einem TV-Interview die Gerüchte über den schlechten Gesundheitszustand von Pelé aus. Nun äußert sich die frühere brasilianische Fußballlegende selbst zu seiner Lage.

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          Brasiliens Fußball-Idol Pele will von einer angeblichen Depression weiter nichts wissen. In einem Interview des am Montag auf Sendung gegangenen CNN-Ablegers Brasilien erklärte der 79-Jährige: „Sie haben erfunden, dass ich depressiv bin. Aber das ist nicht wahr.“ Dabei hatte sein eigener Sohn Edinho in einem TV-Interview im Februar die Gerüchte über den Gesundheitszustand des dreimaligen Weltmeisters ausgelöst.

          Die für die prekäre Gemütslage Peles angeblich zuständige schlecht verheilte Hüftoperation im Jahr 2012 hat dennoch Folgen. Auch zum Interview mit dem neuen Nachrichtensender kam der Jahrhundertfußballer mit Gehhilfe. Wegen der eingeschränkten Bewegungsfreiheit nahm der Brasilianer in letzter Zeit kaum noch Termine war. „Ich bin mit Gehhilfe hierhergekommen, aber zum Glück reicht's nur nicht mehr, um Fallrückzieher zu machen“, sagte Pele.

          Das Interview des Senders, der am Sonntag den Betrieb aufgenommen hatte, war einer von Pelés ersten öffentlichen Auftritten, nachdem sein Sohn Edinho in einem Interview mit dem Sportportal „Globoesporte“ im Februar gesagt hatte, dass er „sehr fragil“ sei, „was seine Mobilität angeht“ und dass dieses Problem „eine gewisse Depression verursache“. Pelés Gesundheit hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Anlass zur Sorge gegeben.

          Er unterzog sich mehreren Operationen an der Hüfte. Zudem hatte er Probleme an der Wirbelsäule und am Knie. Im vergangenen Jahr wurde Pelé nach einer Harnwegsinfektion ein Nierenstein entfernt. In dem Interview sprach der 79-Jährige auch über seine Kindheit, erzählte, dass der FC Santos noch nicht sein Lieblingsklub gewesen war und schnitt den Rassismus im Fußball an. Seiner Meinung nach hat sich dabei nichts geändert; der einzige Unterschied sei, dass die Medien angefangen haben, darüber zu berichten und anzuklagen.

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