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Borussia Mönchengladbach : 10.000 Euro Strafe und Abmahnung für Elber

  • Aktualisiert am

Keine Zukunft mehr in Gladbach? Giovane Elber Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Nach erneuten Unmutsbekundungen scheint eine Trennung zwischen Borussia Mönchengladbach und Giovane Elber nicht mehr ausgeschlossen. Der Verein bestrafte den Stürmer mit einer Geldstrafe und einer Abmahnung.

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          Das Tischtuch zwischen den Verantwortlichen von Fußball-Bundesligaverein Borussia Mönchengladbach und Giovane Elber scheint endgültig zerschnitten. Die jüngsten Unmutsbekundungen des besten ausländischen Bundesliga-Torschützen aller Zeiten in der Öffentlichkeit sanktionierte der fünfmalige deutsche Meister mit einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro und einer Abmahnung.

          Zudem schloß Borussia-Manager Peter Pander eine vorzeitige Trennung nicht aus. „Wir haben Elber klipp und klar gesagt, daß er sportliche Entscheidungen akzeptieren muß. Wenn er das nicht tut, muß man über alles reden“, erklärte Pander auf der turnusmäßigen Pressekonferenz der Gladbacher vor dem Punktspiel am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg (15.30 Uhr live bei Premiere).

          „Der Trainer soll die Wahrheit sagen“

          Das Faß zum Überlaufen brachte eine erneute verbale Attacke des ehemaligen Stars von Bayern München. Elber hatte gegenüber der Bild-Zeitung (Donnerstag-Ausgabe) den Frust über seine Nichtberücksichtigung wegen mangelnder Fitneß für das Punktspiel bei Hertha BSC Berlin (2:2) am vergangenen Sonntag Luft gemacht.

          „Ich bin fit. Der Trainer soll die Wahrheit sagen. Mir hat er erklärt, daß es taktische Gründe waren. Sein Problem ist, daß er auf dem Platz nicht sieht, was passiert. Schlimm ist: Man hat eine Verletzung überstanden. Dann bekommt man einfach eine neue Verletzung eingeredet“, wird der 133malige Bundesliga-Torschütze zitiert. Elber verstieß damit zum wiederholten Male gegen den Verhaltenskodex bei der Borussia.

          Zeichen scheinen auf Trennung zu stehen

          „Vor der Saison wurde festgelegt, daß alles, was in der Öffentlichkeit gegen Spieler, Trainer und den Verein gesagt wird, Sanktionen zur Folge hat“, erklärte Manager Pander. Trainer Horst Köppel platzte dann auch der Kragen. „Jetzt reicht's mir langsam. Er hat letzte Woche drei Sonderschichten nicht mitgemacht. Einmal kann er nicht sprinten, dann kann er nicht schießen. So macht es doch keinen Sinn“, sagte Köppel der Bild und meinte am Donnerstag auf der Pressekonferenz sichtlich angefressen: „Ich habe die Nase voll. Es wird nur über Elber gesprochen. Wichtig ist aber nur das Spiel gegen den 1. FC Nürnberg.“

          Die Zeichen scheinen endgültig auf Trennung zu stehen. Elber wurde im Frühjahr von der damaligen sportlichen Leitung um Trainer Dick Advocaat und Manager Christian Hochstätter vom französischen Serienmeister Olympique Lyon geholt, kam aber aufgrund von Verletzungsproblemen als Folge eines Beinbruchs und Nichtberücksichtigung aus Fitneß-Gründen nur auf vier Einsätze mit einer Gesamtspielzeit von 50 Minuten.

          Obwohl Köppel nach eigener Aussage den Spieler Elber schätzt („Ich mag ihn doch als Spieler“), fühlt dieser sich offenbar ungerecht behandelt. Bereits Mitte Oktober hatte die Führung des fünfmaligen deutschen Meisters den Stürmer unmißverständlich aufgefordert, härter für sein Comeback zu arbeiten.

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