https://www.faz.net/-gtl-8dqew

Europa League gegen Porto : Für Dortmund beginnen heiße Wochen

  • Aktualisiert am

Bild: AFP

Mit dem FC Porto wartet ein schwerer Brocken in der Europa League auf Dortmund. Es geht um viel für den BVB. Und Trainer Thomas Tuchel schickt eine Warnung an sein Team.

          2 Min.

          Für Borussia Dortmund beginnt die Zeit der Reifeprüfungen. Binnen zwei Wochen stehen zwei Duelle in der Europa League mit dem FC Porto sowie die Bundesliga-Spitzenspiele gegen Leverkusen und den FC Bayern an. Gleich zum Start in die K.o.-Runde am Donnerstag (19.00 Uhr / Live bei Sky und im Europa-League-Ticker bei FAZ.NET) gegen den portugiesischen Spitzenklub will der BVB ein Zeichen setzen.

          Nach zuletzt dürftigen Leistungen in Europa nahm BVB-Coach Thomas Tuchel seine Profis in die Pflicht: „Wir müssen eine andere Einstellung zu diesem Wettbewerb finden und dürfen nicht mit weinendem Auge Champions League gucken. Wenn wir das nicht schaffen, ist nach dieser Runde Schluss.“

          Die vergangenen beiden Auftritte in der Europa League machen wenig Mut. Niederlagen in Krasnodar (0:1) und gegen Saloniki (0:1) brachten den Revierklub um den schon sicher geglaubten Gruppensieg. „Wir haben es uns selbst eingebrockt, dass wir nun auf einen starken Gegner wie Porto treffen. Das müssen wir jetzt ausbaden“, kommentierte Marcel Schmelzer. Einen Nachteil sieht der Außenverteidiger darin jedoch nicht: „Es wird für uns vielleicht einfacher, weil wir wissen, dass Porto einer der Titelfavoriten ist.“

          Unbenanntes Dokument

          Die neue digitale Zeitung F.A.Z. PLUS

          Die ganze F.A.Z. in völlig neuer Form, mit zusätzlichen Bildern, Videos, Grafiken, optimiert für Smartphone und Tablet. Jetzt gratis testen.

          Nach dem guten Start in die Rückrunde wähnt sich der Revierklub für die anstehende knifflige Terminhatz gerüstet. „Wir werden auf allerhöchstem Niveau geprüft und fühlen uns dazu bereit“, sagte Tuchel voller Zuversicht.

          Sein Team wird von vielen Experten hoch gehandelt. So traut der frühere Dortmunder Meistertrainer Ottmar Hitzfeld der Borussia gar den Titel in der Europa League zu: „Aus meiner Sicht ist der BVB der Favorit“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Will die Tuchel-Elf diesen Status untermauern, muss sie sich besser schlagen als gegen Krasnodar, Saloniki und zuletzt beim knappen 1:0 auf nationaler Ebene über Schlusslicht Hannover 96.

          Bilderstrecke

          Schließlich kommt es zum Kräftemessen zweier europäischer Schwergewichte. Dortmund belegt in der aktuellen Uefa-Klubrangliste Rang zehn, der zum Jahresende aus der Champions League ausgeschiedene FC Porto ist immerhin Dreizehnter. Nicht zuletzt deshalb verspürt Ilkay Gündogan diesmal mehr Nervenkitzel als vor den bisherigen zehn Partien gegen eher unspektakuläre Gegner: „Ich freue mich, wenn die Europa League für uns ’so richtig’ losgeht gegen ein gefühltes Champions-League-Team“, schrieb der Nationalspieler auf Facebook.

          Zur Erleichterung der Dortmunder meldete sich der gegen Hannover fehlende „Torgarant“ Pierre-Emerick Aubameyang fit zurück. Dagegen droht der Ausfall der erkälteten Profis Gündogan und Roman Weidenfeller. „Sie sind für morgen absolut fraglich. Wir haben uns in der Mannschaft einen kleinen Infekt eingehandelt“, sagte Tuchel.

          Beim Gegner um Torwart-Legende Iker Casillas fehlen die gesperrten Maxi Pereira und Danilo. Das tangiert die Strategie des Tabellendritten aus Portugal aber nur bedingt. „Wir spielen in Dortmund auf Sieg, wie wir das immer tun“, sagte Jorge Nuno Pinto da Costa. Gleichwohl machte der Klubpräsident aus seinem Respekt vor dem Gegner keinen Hehl: „Wir wissen, dass es ein sehr schweres Spiel werden wird, womöglich das schwerste der Saison. Alle wissen, dass die Borussia das zweitstärkste Team Deutschlands ist.“

          Die mit Bravour bestandene Generalprobe werteten Trainer José Peseiro und seine Profis als Mutmacher. Mit einem 2:1 am vorigen Wochenende beim Zweiten Benfica Lissabon wahrte der zweimalige Königsklassen-Sieger (1987/2004) seine Minimalchance auf den 28. nationalen Meistertitel.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ein Bild aus besseren Tagen: Olaf Scholz, Christine Lagarde, Paolo Gentiloni und Bruno Le Maire Mitte Februar in Brüssel

          Ideen von Scholz und Le Maire : EU-Kompromiss zu Corona-Hilfen in Sicht

          Die Politik will den schrillen EU-Streit um Maßnahmen in der Coronakrise deeskalieren. Deutschland und Frankreich verständigen sich auf drei Schritte, die Niederlande machen ein Friedensangebot. Umstritten bleiben die Corona-Bonds.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.