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Aus im DFB-Pokal : Dortmund scheitert im Achtelfinale an St. Pauli

  • Aktualisiert am

Der BVB ist raus: Erling Haaland kann es nicht fassen. Bild: dpa

Nach dem FC Bayern fliegt auch Borussia Dortmund aus dem DFB-Pokal. Der Zweite der ersten Liga lässt sich vom Ersten der zweiten Liga düpieren. St. Pauli trifft früh und profitiert von einem Eigentor.

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          Der Titelverteidiger ist raus! Borussia Dortmund hat sich nach einer über weite Strecken schwachen Vorstellung beim Zweitliga-Spitzenreiter FC St. Pauli schon im Achtelfinale des DFB-Pokals verabschieden müssen. Die Hamburger setzten sich dank einer starken Leistung am Dienstagabend mit 2:1 (2:0) verdient gegen den BVB von Trainer Marco Rose durch, der in der Fußball-Bundesliga deutlich hinter dem im Cup ebenfalls bereits ausgeschiedenen FC Bayern Platz zwei belegt.

          DFB-Pokal

          Vor 2000 Fans im Millerntor-Stadion trafen Etienne Amenyido (4. Minute) und Dortmunds Axel Witsel (40./Eigentor) für den Kiezclub, für den am Freitag in der zweiten Liga schon das nächste Highlight im Stadtderby beim HSV ansteht. Dem BVB reichte der Treffer von Starstürmer Erling Haaland (58./Handelfmeter) nicht – in der Schlussphase wehrte sich Roses Team zwar gegen die Niederlage, blieb dabei aber erfolglos.

          „Ein komplett schlechter Tag von uns, wir sind zu spät aufgewacht“, klagte Dortmunds Kapitän Marco Reus in der ARD. „St. Pauli hat das gut gemacht. Jetzt sind wir nicht mehr dabei. Das müssen wir jetzt erst mal sacken lassen. Auf jeden Fall haben wir eine Riesenchance verpasst, den Pokal wieder zu gewinnen“ Dabei war der BVB gewarnt. „Auswärts, Entscheidungsspiel, es geht um alles“, hatte Trainer Rose vor der Partie gesagt. Danach war er bedient.

          Bei der ersten Achtelfinalteilnahme seit 16 Jahren bot St. Paulis Coach Timo Schultz auch gegen den favorisierten Bundesliga-Zweiten wie erwartet Dennis Smarsch im Tor auf. Der eigentliche Reservist hinter Nikola Vasilj hatte in den ersten beiden Runden gegen Magdeburg und Dresden (jeweils 3:2) überzeugt und sollte „auch gegen den BVB glänzen“, wie Schultz vor der Partie gesagt hatte.

          Doch zunächst glänzte Amenyido, der nach Marcel Hartels Vorlage zur Stelle war und früh traf. Die im Vergleich zum überzeugenden 5:1 über Freiburg auf drei Positionen umgestellten Gäste fanden nur langsam in die Partie. Kurz rückte Smarsch in den Mittelpunkt, als er stark gegen die freien Thorgan Hazard (7.) und Marco Reus (18.) klärte.

          Gegen gut verteidigende Hanseaten tat sich der BVB zunehmend schwer. Torjäger Haaland trat außer bei einem Schuss über das Tor (19.) in der ersten Halbzeit kaum in Erscheinung. Dafür führte ein Konter über Guido Burgstaller vor der Pause zum 2:0, als Dortmunds Witsel ein Rettungsversuch misslang – das Eigentor wurden von den Hamburger Fans im Stadion lautstark gefeiert.

          Nach dem Wechsel schnürten die Dortmunder die Kiezkicker teilweise in deren Hälfte ein. Doch die verteidigten nicht nur wacker, sie blieben auch gefährlich: Burgstaller (54./55.) verpasste zweimal nur knapp. Ein unglückliches Handspiel von Jakov Medic brachte den BVB dann nach Videobeweis zurück ins Spiel. Haaland ließ sich die Elfmeterchance nicht entgehen und holte den Ball sofort für die verbleibenden Minuten zur Aufholjagd aus dem Tornetz.

          St. Pauli freut sich über den Coup gegen Dortmund.
          St. Pauli freut sich über den Coup gegen Dortmund. : Bild: EPA

          Mit Hereinnahme von Donyell Malen für den glücklosen Hazard versuchte Rose die Offensive weiter zu verstärken (66). Raphael Guerreiro verzog einen Schuss bei einer guten Chance (67.). Dortmund drückte jetzt auf das 2:2. St. Pauli blieb aber bei Kontern gefährlich.

          „Es war ein schweres Spiel, aber wir haben dafür gespielt, dass es so kommt mit dem Sieg“, sagte der frühe Torschütze Amenyido. „Wir haben es uns verdient und dürfen den Abend genießen, aber morgen beginnt die Vorbereitung auf Freitag. Dann steht wieder ein schweres Spiel an, das wir auch gewinnen wollen.“

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