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Blutgerinnsel entfernt : Maradona erfolgreich am Gehirn operiert

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Diego Maradona im Frühjahr bei einem Spiel seiner Mannschaft Gimnasia y Esgrima La Plata, die er seit 2019 coacht. Bild: Reuters

Argentiniens Fußball-Legende ist nach der Operation offenbar wieder wohlauf. Seit Jahren macht Diego Maradona die Gesundheit zu schaffen: Alkohol- und Drogensucht, Depressionen und Herzinfarkte.

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          Die argentinischen Fußball-Legende Diego Maradona ist wegen einer Gehirnblutung operiert worden. „Die Operation von Maradona ist vorbei und sie war ein Erfolg“, schrieb sein Pressesprecher Sebastián Sanchi am Dienstag (Ortszeit) bei Instagram. „Alles lief wie geplant. Diego geht es gut und er ruht sich jetzt in seinem Zimmer aus.“

          Maradonas Leibarzt Leopoldo Luque hatte den Weltmeister von 1986 in einer Klinik in Olivos nördlich von Buenos Aires wegen eines subduralen Hämatoms operiert. Dabei handelt es sich um eine Blutung zwischen harter Hirnhaut und Gehirn. Maradona war am Montag in ein Krankenhaus in La Plata gebracht worden. Zunächst war lediglich von emotionalem Stress, Blutarmut und Dehydrierung die Rede. Bei den Tests wurde dann die Blutung entdeckt.

          Angeschlagen am Geburtstag

          An seinem 60. Geburtstag vergangenen Freitag hatte Maradona bereits einen angeschlagenen Eindruck gemacht. Vor dem ersten Spiel seines Vereins Gimnasia y Esgrima La Plata nach der Corona-Pause kam er zwar kurz ins Stadion, um Glückwünsche und Geschenke entgegenzunehmen. Allerdings musste er von zwei Begleitern beim Gehen gestützt werden. Die Partie selbst verfolgte er auf Anraten seines Arztes von zu Hause aus.

          Der einst als Fußballer geniale Spielmacher Maradona kämpft seit vielen Jahren gegen seine Kokainsucht, griff laut Luque zuletzt häufig zum Alkohol, um Depressionen zu entfliehen, nehme deshalb auch Antidepressiva und leide an Schlafstörungen. 2000 und 2004 erlitt Maradona bereits Herzinfarkte.

          Um der Situation Herr zu werden, hatte er jüngst ein Fitnessprogramm begonnen und bereits deutlich Gewicht verloren.

          Maradona ist seit September vergangenen Jahres Trainer beim ortsansässigen Erstligisten Gimnasia y Esgrima, musste in der siebeneinhalb Monate langen Corona-Zwangspause der Liga aber Distanz zum Team wahren, weil er zur Risikogruppe zählt. Am Freitag war er zum Saisonauftakt im Stadion, nahm kurz die Ehrungen entgegen, sah sich dann aber die Partie seiner Mannschaft daheim vor dem Fernseher an.

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