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„Die AfD ist nicht die Lösung“ : Bewusstlos geschlagener Schiedsrichter äußert sich erstmals

  • Aktualisiert am

Im Fokus: Schiedsrichter haben es gerade im Amateurbereich nicht leicht. Bild: dpa

Der bei einem Amateur-Fußballspiel niedergeschlagene Schiedsrichter ist auf dem Weg der Besserung. Mit seiner ersten öffentlichen Stellungnahme distanziert er sich vor allem von der Debatte um die Herkunft des Täters.

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          Der bei einem C-Liga-Fußballspiel brutal niedergeschlagene hessische Schiedsrichter hat sich erstmals seit dem Vorfall Ende Oktober geäußert. „Es war nicht nur ein Angriff auf mich als Schiedsrichter. Das war ein Angriff auf unseren Amateurfußball“, erklärte der Referee auf seiner Facebook-Seite und bedankte sich bei allen Helfern sowie für die große Anteilnahme und Unterstützung.

          Der 22-Jährige war in der Partie des FSV Münster gegen den TV Semd von einem Spieler der Gastgeber bewusstlos geschlagen worden. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn damals ins Krankenhaus. Inzwischen konnte er das Krankenhaus wieder verlassen und befindet nach eigener Aussage „auf dem Weg der Besserung.“ Derzeit erholt er sich daheim von den Folgen der Tat.

          Der Referee bat aber, nur den Einzeltäter zu sehen und distanzierte sich von jeglichen Angriffen auf den gesamten Verein oder die Familie des Täters sowie von der Debatte über die Nationalität und Herkunft des Spielers. „Für mich macht dies keinen Unterschied“, sagte der Unparteiische vom GSV Breitenbrunn. Er glaube auch nicht, dass „die AFD das Problem für die Gewalt auf unseren Sportplätzen ist. Die AFD ist aber bestimmt auch nicht die Lösung!“

          Münster hatte nach der Prügelattacke seine erste Mannschaft vom laufenden Spielbetrieb abgemeldet, den Täter aus dem Verein ausgeschlossen und diesem ein lebenslanges Hausverbot erteilt.

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