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„Operation Rote Karte“ : Schwerer Verdacht gegen den Benfica-Präsidenten

  • -Aktualisiert am

Unter Hausarrest: Benfica-Präsident Luis Filipe Vieira Bild: AP

Luís Filipe Vieira kam als Finanzsanierer zu Benfica Lissabon. Doch nun steht er unter dem Verdacht, seinen eigenen Klub abgezockt zu haben. Die „Operation Rote Karte“ bringt viele Vorwürfe hervor.

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          Der mitgliederstärkste Sportverein der Welt ist im Ausnahmezustand. Von einem „Bürgerkrieg“ ist die Rede. Von einem Imageschaden, der schnell zum Ausscheiden der Sponsoren führen kann. Der Präsident von Sport Lisboa e Benfica, Luís Filipe Vieira, ist am vergangenen Donnerstag verhaftet worden. Schwerer Betrug, Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Urkundenfälschung und Veruntreuung werden dem 72 Jahre alten Geschäftsmann vorgeworfen. Obwohl Vieira diese Anschuldigungen nicht entkräften konnte, wurde er nach den Vernehmungen des Wochenendes aus der Haft entlassen, musste aber seinen Pass abgeben und darf sein Haus vorerst nicht verlassen.

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          Die Vereinsführung hat kommissarisch Rui Costa übernommen. Der frühere Mittelfeldstar, der für den AC Mailand und die portugiesische Nationalmannschaft spielte, war seit 2008 Sportdirektor und wurde voriges Jahr als Vizepräsident in den Vorstand gewählt. Am Freitag bestellte der Klub die Medienvertreter ins Stadion. Costa verlas eine schwülstige Erklärung. Benfica sei über jeden Verdacht erhaben und habe mit den Vorwürfen nichts zu tun. Dann ging er ab, ohne eine einzige Frage zu beantworten.

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