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Fußball in Amerika : Schweinsteigers Reise geht weiter

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Zuletzt waren Bastian Schweinsteiger und seine Frau Ana bei einer Preisverleihung in Berlin. Bild: dpa

Nach einer guten und einer nicht so guten Saison bei Chicago Fire war unklar, ob es für Bastian Schweinsteiger in Amerika weitergeht. Nun hat sich der Fußball-Weltmeister von 2014 entschieden.

          Bastian Schweinsteiger kann noch nicht ganz vom Fußball lassen. Fast auf den Tag genau drei Monate nach seinem Abschiedsspiel bei seinem früheren Klub Bayern München verlängerte der 34 Jahre alte Weltmeister von 2014 seinen Vertrag beim amerikanischen Profiteam Chicago Fire nach mehrwöchiger Bedenkzeit nochmals um ein Jahr für 2019. „Ich glaube an den Verein, und ich glaube, dass wir Meister werden können – lasst uns eine Trophäe hochhalten“, verband Schweinsteiger in einem Twitter-Video die Bekanntgabe seiner Unterschrift mit einer klaren Zielsetzung für seine dritte Saison in der nordamerikanischen Profiliga MLS.

          Fire inszenierte den Verbleib seines Aushängeschildes im Internet geradezu begeistert. Schweinsteigers Verbleib in „Windy City“ war den Managern wie schon seine erste Vertragsverlängerung zu Jahresbeginn einmal mehr eine „Breaking News“ wert, zudem bot der Verein auch gleich passend Trikots mit der Rückennummer 31 des früheren Kapitäns der deutschen Nationalmannschaft zur Feier des Tages zu Sonderkonditionen an.

          „In mehrfacher Hinsicht verkörpert „Basti“ unseren Verein, den Prototypen des Fire-Spielers und den Geist von Chicago: fleißig, schlau, enthusiastisch, begabt und weltklasse“, sagte Fire-Boss Nelson Rodriguez: Schweinsteigers Entscheidung für eine weitere Saison mache „unsere anhaltenden Bemühungen um die Meisterschaft sowohl auf als auch neben dem Feld klar“. In den beiden vergangenen Spielzeiten waren Chicagos Hoffnungen auf den großen Wurf mit Schweinsteiger noch unerfüllt geblieben. 2017 in seiner MLS-Debütsaison hatte der frühere Bayern-Star mit Fire zwar auf Anhieb wenigstens die erste Play-off-Runde erreicht. Im ausklingenden Jahr hingegen fand die Finalrunde ohne Schweinsteiger und sein Team aus dem Bundesstaat Illinois statt.

          Danach ließ Schweinsteiger, der mit 4,93 Millionen Euro Gehalt der Fire-Topverdiener ist, die Fortsetzung seiner Laufbahn längere Zeit offen. Zusammen mit seiner Frau Ana Ivanovic, der früheren Tennis-Weltranglistenersten, besprach der Bayer Zukunftspläne für die gesamte Familie, deren Mittelpunkt seit März ein Sohn ist. Gemeinsam entschied sich das Paar für wenigstens noch ein Jahr in Chicago. „Diese amerikanische Reise ist etwas ganz Besonderes für meine Familie und mich“, schrieb Schweinsteiger am Mittwoch.

          In München gratulierten die Bayern ihrer einstigen Galionsfigur, dem die Vereinsoberen beim Abschiedsspiel Ende August jederzeit offene Türen für eine Rückkehr an die Säbener Straße versprochen hatten, in den sozialen Netzwerken zur Verlängerung der Laufbahn: „Unser Fußball-Gott hat noch lange nicht genug. Wir freuen uns, dich weiter auf dem Platz zu sehen.“

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