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Premier League : Schweinsteiger ist zurück bei Manchester United

  • Aktualisiert am

Gut eingepackt wärmte sich Bastian Schweinsteiger auf – mehr aber nicht. Bild: Reuters

Mehr als acht Monate nach seinem bisher letzten Spiel für Manchester United stand Bastian Schweinsteiger wieder im Kader. Derweil befeuert Uli Hoeneß Gerüchte um die Zukunft des Weltmeisters.

          Für Pep Guardiola war die Welt in Ordnung. Nach gleich drei bestandenen Auswärtsprüfungen innerhalb von gerade einmal acht Tagen atmete der Trainer von Manchester City zunächst einmal durch. „Das war eine riesige Woche für uns. Wir haben uns für die nächste Runde der Champions League qualifiziert und zweimal in der Liga gewonnen. Darum sind wir glücklich“, stellte der spanische Meistercoach nach dem 2:1 beim FC Burnley in der Premier League zufrieden fest. Bei dem mühevollen Erfolg zählten für den ehrgeizigen Katalanen am Ende nur die drei Punkte, um den Kontakt zur Spitze zu wahren. Manchester City scheint damit gerüstet für das große Aufeinandertreffen in der kommenden Woche. Am Samstag (13.30 Uhr) empfangen die „Citizens“ Tabellenführer FC Chelsea zum Topspiel der Premier League.

          Guardiola selbst sieht sich bei seinem neuen Arbeitgeber auf einem guten Weg: „Ich lerne noch, aber ich mache Fortschritte.“ Nach einer kräftezehrenden Woche mit dem 1:1 in Gladbach schonte der ehemalige Bayern-Trainer am Samstag gleich fünf Stammkräfte, darunter Nationalspieler Ilkay Gündogan (nicht im Kader) und Rekordtransfer Kevin de Bruyne (auf der Bank). „Ich habe 22 Spieler, also setze ich 22 Spieler ein“, erklärte Guardiola trotzig. Nun hat er sechs Tage Zeit, um seine besten Akteure auf das Gipfeltreffen vor eigenem Publikum einzustimmen.

          Denn der FC Chelsea ist derzeit das Team der Stunde im englischen Fußball. Das 2:1 im Londoner Stadtduell gegen Champions-League-Team Tottenham Hotspur war für die „Blues“ nicht nur ein Prestigeerfolg, sondern bereits der siebte Liga-Sieg in Serie. „Solche Spiele sind schwierig. Aber ich bin sehr zufrieden, wie wir uns zurückgekämpft haben“, erklärte Trainer Antonio Conte. Pedro und Victor Moses hatten die Partie für Chelsea gedreht.

          Wie immer ganz in seinem Element: Liverpool-Trainer Klopp.

          Zu hohe Erwartungen dämpfte Conte jedoch, der im Sommer noch Italiens EM-Elf betreut hatte: „Es ist zu früh, vom Titel zu sprechen. Die Premier League ist wirklich stark. Tottenham hat gezeigt, dass es in dieser Liga sechs oder sieben Mannschaften gibt, die die Meisterschaft gewinnen können“, mahnte der Italiener.

          Zu diesen Kandidaten gehören zweifellos auch weiterhin Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool und Mesut Özils FC Arsenal. Die „Reds“ festigten mit einem 2:0-Heimsieg gegen das neue Schlusslicht AFC Sunderland ihren zweiten Tabellenplatz. Die „Gunners“ mühten sich beim 3:1 (1:1)-Heimerfolg gegen den AFC Bournemouth mehr als gedacht. Ein Doppelpack von Alexis Sanchez brachte das Team von Trainer Arsène Wenger in die Spur. Für Klopp wurde die Pflichtaufgabe gegen den Tabellenletzten zu einer Herausforderung nicht geahnten Ausmaßes: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals ein defensiveres Team gesehen habe als Sunderland heute. Da durchzukommen, ist die schwierigste Aufgabe im Fußball weltweit“, sagte Klopp.

          Weltmeister Bastian Schweinsteiger stand derweil erstmals nach über acht Monaten wieder im Kader von Manchester United. Der frühere Nationalmannschaftskapitän wurde von Trainer José Mourinho als Ersatzspieler in das Aufgebot für das Spiel am Sonntagabend gegen West Ham United berufen, das 1:1 endete. Neben ihm saßen unter anderem Torjäger Wayne Rooney und der frühere Dortmunder Henrich Mchitarjan auf der Bank. Eingewechselt wurde Schweinsteiger aber nicht. Ursprünglich war er von Mourinho bereits aussortiert worden, nach dem schwachen Saisonstart hatte der portugiesische Coach den Mittelfeldspieler aber zurück ins Mannschaftstraining geholt. Das letzte Spiel für ManUnited hatte der 32-Jährige am 20. März gegen Manchester City bestritten.

          Währenddessen befeuerte der alte und neue Bayern-Präsident Uli Hoeneß am Sonntag Gerüchte, Schweinsteiger könne seine Karriere bald beenden. „Was ich gehört habe, ist er auf dem Absprung aus dem Fußball“, sagte Hoeneß bei einem Fanklub-Besuch auf die Frage, ob der FC Bayern den 32-Jährigen nicht zurückholen könne.

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