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Schweinsteigers Abschiedsspiel : Der „Fußballgott“ verabschiedet sich per Volleytor

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Drei Jahre nach seinem Weggang vom FC Bayern, sagt Bastian Schweinsteiger seinem alten Verein nun offiziell „Servus“. Bild: AFP

Mit mehr als drei Jahren Verspätung verabschiedet sich Bastian Schweinsteiger in der Allianz-Arena vom FC Bayern und seinen Fans. Im Trikot der Münchner setzt der „Fußballgott“ sogar nochmal spielerische Glanzpunkte.

          Bastian Schweinsteiger ist beim letzten Auftritt im Trikot des FC Bayern gebührend gefeiert worden. Vor, während und nach seinem Abschiedsspiel in München bejubelten die 75.000 Fans den „Fußballgott“, die Bayern schlugen Schweinsteigers aktuellen Klub Chicago Fire 4:0 (2:0). Der 34-Jährige spielte in der ersten Hälfte für die Gäste aus den Vereinigten Staaten, nach der Pause lief er als Kapitän des deutschen Rekordmeisters auf – und besorgte mit einem Volleyschuss den Endstand (83.).

          Vor dem von großem Interesse begleiteten Spiel hatte Schweinsteiger von Präsident Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge eine Fotocollage mit den größten Momenten seiner Bayern-Karriere erhalten. „Die Tür ist sperrangelweit offen beim FC Bayern“, sagte Rummenigge bei RTL zu einer möglichen Rückkehr Schweinsteigers nach dem Karriereende.

          Als letzter Spieler war der Weltmeister von 2014 zuvor durch ein Spalier von der Tribüne auf den Rasen gekommen und hatte zu Klängen der Rock-Ikonen Guns n' Roses mit Fans abgeklatscht. „Basti is back“, „Basti ist zurück“ war in großen Buchstaben auf der Gegengerade zu lesen. Die zahlreichen Anhänger in der Fröttmaninger Arena feierten Schweinsteiger mit „Oh, wie ist das schön“-Gesängen.

          „Es hat ihm gefehlt in seiner Arena zu spielen“

          Im Alter von 13 Jahren war Schweinsteiger zum FC Bayern gekommen, 2015 verließ er die Münchner, drei Jahre später erhielt Schweinsteiger nun nachträglich seinen ganz besonderen Abend. Seine Ehefrau, die ehemalige Tennisspielerin Ana Ivanovic, sagte bei RTL: „Es ist eine ganz große Ehre für ihn. Er hat sich das ganze Jahr darauf gefreut. Es hat ihm gefehlt, in seiner Arena zu spielen.“

          Zum Abschied gastierte Bastian Schweinsteiger mit Chicago Fire in der Allianz Arena. Bilderstrecke

          Zuvor waren auf der Videoleinwand auch prägende Szenen seiner Karriere eingespielt worden. Auf dem Spielfeld wurden all seine Trophäen präsentiert, die er mit dem FC Bayern gewonnen hatte und vor denen Schweinsteiger posierte. Auch die Außenbeleuchtung der Münchner Arena war dem Anlass entsprechend gestaltet. Die „31“, Schweinsteigers Rückennummer in seiner Bayern-Zeit, erstrahlte dort weiß auf rotem Untergrund in überdimensionaler Größe. Viele Wegbegleiter des „Fußballgotts“, wie ihn die Bayern-Anhänger nannten, waren zu Schweinsteigers letztem Auftritt als Spieler in seinem ehemaligen „Wohnzimmer“ erschienen.

          Schließlich verabschiedete sich Schweinsteiger mit Tränen in den Augen von seinen Fans: „Vielen, vielen Dank. Ich bin einer von euch – und ich werde immer einer von euch bleiben. Meine Vergangenheit gehört nur dem FC Bayern und sonst keinem.“

          Am 23. Mai 2015 (2:0 gegen Mainz) hatte Schweinsteiger sein letztes Pflichtspiel für den FC Bayern bestritten, danach war er nach 17 Jahren in München zunächst zu Manchester United gewechselt, bevor 2017 der Transfer zu Chicago Fire folgte.

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