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Qualifikation zur WM 2022 : Welche Gegner drohen dem DFB-Team?

  • Aktualisiert am

Im Lusail-Stadion in Qatar soll am 18. Dezember 2022 der Weltmeister gekürt werden (Bild vom Stadionmodell). Bild: Picture-Alliance

Die WM 2022 wirft ihre Schatten voraus. Bald beginnt die Qualifikation. Bei der Auslosung der Gruppen schaut auch Joachim Löw gespannt zu. Was gilt es vor der Zeremonie in Zürich zu wissen? Ein kompakter Überblick.

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          Willkommene Abwechslung für den zuletzt stark in die Defensive geratenen Joachim Löw. Der Bundestrainer erfährt am Montag (18.00 Uhr bei Sky Sport News HD) knapp drei Wochen nach dem desaströsen 0:6 gegen Spanien, auf wen die Nationalmannschaft in der Qualifikation für die WM 2022 in Qatar trifft. Antworten auf die wichtigsten Fragen vor der Auslosung in Zürich.

          Muss Löw bei der Ziehung vor Ort sein?

          Nein. Wegen der Corona-Pandemie wird die Zeremonie diesmal in digitaler Form abgehalten. Die ehemaligen Top-Profis Rafael van der  Vaart (Niederlande) und Daniele de Rossi (Italien) ziehen die Lose.

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          Welche Gegner sind möglich – und welche nicht?

          Weil sich Deutschland im ersten Lostopf befindet, sind Duelle mit Weltklasse-Gegnern wie Frankreich, England oder Belgien ausgeschlossen. Aus dem zweiten Topf könnte es die Löw-Elf mit Österreich um David Alaba, Polen um Robert Lewandowski oder den unbequemen Schweizern zu tun bekommen. In Topf drei sind mit Ungarn, Russland, Tschechien, Schottland und Finnland weitere EM-Teilnehmer einsortiert. Die schwerste Gruppe wäre auf dem Papier eine mit der Schweiz und Russland. Läuft es günstig, ist auch diese Staffel möglich: Rumänien, Nordirland, Luxemburg, Andorra und San Marino.

          Wer ist in welchem Lostopf?

          Topf 1: Belgien, Frankreich, England, Portugal, Spanien, Italien, Kroatien, Dänemark, Deutschland und Niederlande

          Topf 2: Schweiz, Wales, Polen, Schweden, Österreich, Ukraine, Serbien, Türkei, Slowakei und Rumänien

          Topf 3: Russland, Ungarn, Republik Irland, Tschechien, Norwegen, Nordirland, Island, Schottland, Griechenland und Finnland

          Topf 4: Bosnien und Hercegovina, Slowenien, Montenegro, Nordmazedonien, Albanien, Bulgarien, Israel, Belarus, Georgien und Luxemburg

          Topf 5: Armenien, Zypern, Färöer, Aserbaidschan, Estland, Kosovo, Kasachstan, Litauen, Lettland und Andorra

          Topf 6: Malta, Moldawien, Liechtenstein, Gibraltar und San Marino

          Wie und wann wird die Qualifikation ausgespielt?

          Die zehn Gruppenspieltage werden komplett im Jahr 2021 ausgespielt. Los geht es am 24. März, die letzten Gruppenspiele werden am 16. November ausgetragen. Die zehn Gruppensieger haben ihr Ticket für das Endturnier in Qatar sicher. Wegen der Corona-Krise gibt es im März und im September jeweils Dreier-Spieltage. Im Oktober und November sind noch einmal je zwei Spieltermine angesetzt.

          Was passiert, wenn das deutsche Team nicht Gruppensieger wird?

          Das hängt vom Platz ab. Auf Rang zwei würde sich die Nationalelf für die Playoffs, die im Frühjahr 2022 ausgetragen werden, qualifizieren. Dort spielen zwölf Mannschaften die drei übrigen Plätze aus: die zehn Gruppenzweiten sowie die beiden besten Gruppensieger der Nations League, die sich nicht über den Quali-Weg für die Endrunde oder wenigstens die Playoffs qualifiziert haben. Insgesamt stehen Europa 13 der 32 WM-Plätze zu. Der dritte Gruppenplatz in der Gruppe bedeutet das Aus in der Qualifikation.

          Was kommt auf das Löw-Team im Jahr 2021 zu?

          Jede Menge Pflichtspiele. Das erste Länderspiel-Fenster im März ist zugleich WM-Quali-Start und Warmlaufen für die paneuropäische EM, die im Juni und Juli in zwölf Städten stattfindet. Dort trifft Deutschland bereits in der Vorrunde auf Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal, dazu auf Ungarn. Ist die EM absolviert, geht es im Herbst direkt mit der finalen Phase der WM-Qualifikation weiter. Das  Endturnier in Qatar findet vom 21. November bis 18. Dezember 2022 statt.

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