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Aus in Europa League : Zum zweiten Mal Endstation für Leverkusen

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Enttäuschte Gesichter nach dem Aus: Für Leverkusen um Leon Bailey (Mitte) geht es in Europa nicht weiter. Bild: AFP

Dem bitteren Ausscheiden im DFB-Pokal folgte der K.o. in der Europa League. Vor dem Gastspiel bei Spitzenreiter Borussia Dortmund herrscht bei Bayer Leverkusen Ratlosigkeit. Und der Trainer tobt.

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          So hat man Peter Bosz unter dem Bayer-Kreuz noch nicht erlebt. Nach dem K.o. in der Europa League gegen das russische Team FK Krasnodar war der neue Trainer von Bayer Leverkusen sichtlich angefressen. „Wir haben schlecht gespielt, bei weitem nicht so wie auf dem Niveau der vergangenen Wochen“, kritisierte der Niederländer schonungslos seine Mannschaft, die nach einem 0:0 im Hinspiel und einem 1:1 vor eigenem Publikum das Achtelfinale fast schon fahrlässig verspielt hatte.

          Europa League

          Warum seine Mannschaft rund zwei Wochen nach der Blamage im DFB-Pokal bei Zweitligaklub 1.FC Heidenheim (1:2) abermals in einem Cup-Wettbewerb versagte, konnte Bosz auf Anhieb nicht erklären. Er sagte nur: „Ich versuche, jedes Mal aus unseren Fehlern zu lernen.“ Der 55-Jährige hofft, dass die Werkself nach einer kurzen Regenerationsphase am Sonntag (18.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) im Spitzenspiel bei seinem früheren Klub Borussia Dortmund wieder ihr schönes, ihr Gesicht aus der Bundesliga zeigt – wie bei den letzten vier Siegen in Serie in der Meisterschaft.

          „Wir müssen uns jetzt so schnell wie möglich erholen und nach vorne schauen. Das Ausscheiden im DFB-Pokal haben wir ganz gut verkraftet und anschließend in der Liga gewonnen“, sagte Bosz mit reichlich Zweckoptimismus in der Stimme. Nach der Pleite in Heidenheim hatte Bayer im anschließenden Ligaspiel beim 5:1 in Mainz ein Offensivfeuerwerk abgeliefert.

          Zunächst müsse man aber bei der bislang besten Mannschaft der Rückrunde die Enttäuschung wegstecken und den Frust abschütteln, um die Köpfe für Dortmund wieder frei zu bekommen. Das unterstrichen auch seine Spieler, die nach dem Europacup-Aus mit ihrer eigenen Leistung hart ins Gericht gingen. „Das Aus ist saubitter. Aber wir haben auch nicht unser bestes Spiel gemacht und Krasnodar in die Karten gespielt“, sagte Ersatzkapitän Kevin Volland und forderte für Sonntag: „Da muss wieder deutlich mehr von uns kommen.“

          Volland weiß aber, was die Werkself beim kriselnden BVB erwartet: „Gegen Dortmund wird es wieder schwer. Die haben natürlich auch ein bisschen Druck.“ Deshalb sei es wichtig, im Dortmunder Hexenkessel kühlen Kopf zu bewahren, sagte der gegen Krasnodar überragende Bayer-Torwart Lukas Hradecky: „Es war viel zu viel Hektik im Spiel. In Dortmund müssen wir viel ruhiger spielen und uns klüger verhalten.“

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