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1:2 gegen 1860 München : Platzverweis und Pokal-Aus für Mainz

  • -Aktualisiert am

Die „Löwen“ aus München bringen Mainz im DFB-Pokal zu Fall. Bild: dpa

Mainz hat im DFB-Pokalspiel gegen 1860 eigentlich alles im Griff. Dann aber kassiert der Bundesligaklub eine Rote Karte – und die Münchner spielen ihre Überzahl spät aus.

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          Der FSV Mainz 05 hat das Achtelfinale des DFB-Pokals verpasst. Die Rheinhessen scheiterten am Dienstag Abend in der heimischen Arena gegen den TSV München 1860 mit 1:2-Toren. Wer unter den rund 17.600 Zuschauern auf einen Bundesligavertreter gehofft hatte, der den Zweitligaklub an die Wand spielt, wurde bitter enttäuscht. Wer einen Außenseiter erwartet hatte, der den Mainzern einen wilden Kampf bietet, zunächst ebenfalls.

          Stattdessen entwickelte sich eine ereignislose, langweilige Partie, in der die Mainzer kaum Torchancen hatten und die Münchener selten in die Nähe des gegnerischen Strafraums kamen. Früher Höhepunkt der ersten Halbzeit war das 1:0 in der sechsten Minute, für das sich Florian Niederlechner feiern ließ. Tatsächlich aber hatte „Löwen“-Innenverteidiger Christopher Schindler den Ball ins eigene Tor befördert.

          Später Höhepunkt des ersten Durchgangs war der einzige vielversprechende Angriff der Münchener, bei dem Krisztian Simon nach einem langen Ball auf die rechte Seite schneller war als Pierre Bengtsson. Im Laufduell mit dem Schweden ging Simon zu Boden, Schiedsrichter Harm Osmers pfiff sofort einen Freistoß; nach Blickkontakt mit Assistent Tim Skorczyk zückte er dann auch noch die Rote Karte, Bengtsson war letzter Mann gewesen.

          Sollte der Unparteiische dies auch als Beitrag zur Steigerung der Spannung verstanden haben, ging der Plan auf. Zwar verliefen die Bemühungen der mal wieder abstiegsbedrohten „Löwen“ ähnlich bieder wie zuvor, die Mainzer Fehler brachten sie jedoch wieder ins Spiel.: Nach einem langen Schlag der Münchener trat Niko Bungert im Zweikampf mit Stefan Mugosa über den Ball, der Münchner setzte nach und schoss von rechts ins lange Eck (70.). Acht Minuten später kam Rubin Okotie nach einer Linksflanke von Daylon Claasen ungehindert zum Kopfball – 1:2.

          Zu den offenkundigen Problemen der Mainzer gehörte, dass sie niemanden auf dem Platz hatten, der vorne in der Lage war, den Ball zu halten oder eine Idee zu entwickeln. Der ohnehin schwache Yunus Malli war schon ausgewechselt, Philipp Klement wartete vergebens auf einen Einsatz.

          Trainer Martin Schmidt brachte in der Schlussphase Pablo De Blasis für Bungert. Aber auch das half nichts mehr. Auch, weil die Münchener in der Nachspielzeit noch zweimal auf der Linie retteten. Danny Latza sagte dem Aus im Pokal, „dass wir früh auf eine Dreierkette umstellen mussten. Mit zehn Mann das Spiel noch umzubiegen, ist sehr schwer.“

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