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Zweite Bundesliga : Arminia reagiert auf den Absturz 

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Hatte dem Absturz nichts mehr entgegenzusetzen: Jürgen Kramny muss bei Arminia Bielefeld gehen Bild: dpa

Der Letzte der Zweiten Liga beurlaubt seinen Trainer. Unter Jürgen Kramny gelang dem DSC in der Rückrunde nur ein Sieg. An der Bielefelder Seitenlinie steht nun zunächst einer, der in dieser Saison zumindest schon etwas Erfolg hatte.

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          Arminia Bielefeld hat auf die sportliche Talfahrt reagiert und sich von Trainer Jürgen Kramny getrennt. Dies teilte der Fußball-Zweitligaklub am Dienstag mit. In der Rückrunde war dem derzeitigen Tabellenletzten in acht Spielen nur ein Sieg gelungen – zuletzt hatte die Arminia im Heimspiel gegen den direkten Tabellennachbarn aus Aue eine frühe 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben. Am vergangenen Sonntag verloren die Bielefelder dann 0:1 beim 1. FC Nürnberg und stürzten an das Tabellenende. „Nach den Ergebnissen und Eindrücken der letzten Wochen, insbesondere nach den Auftritten im Heimspiel gegen Aue und in Nürnberg haben wir die Überzeugung verloren, in der bisherigen Konstellation unsere Ziele zu erreichen“, sagte Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi.

          Der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen beträgt vor dem Heimsspiel am Freitagabend gegen den 1. FC Kaiserslautern (18.30 Uhr / live auf Sky und im Zweitligaticker auf FAZ.NET) vier Punkte. Kramny ist nach Rüdiger Rehm, der nach dem zehnten Spieltag beurlaubt wurde, bereits der zweite Arminia-Trainer, der in dieser Saison vorzeitig gehen muss. Die Mannschaft wird vorübergehend vom bisherigen Ko-Trainer Carsten Rump betreut. Rump hatte das Team schon zwischen Rehm und Kramny als Interimstrainer übernommen und unter anderem zum Sieg im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden geführt. Der Aufsichtsratsvorsitzender Hartmut Ostrowski kündigte an, mit einer „neuen Konstellation im Trainerteam neue Reize für den verbleibenden Saisonverlauf zu setzen.“

          Kramny hatte erst am 15. November die Nachfolge des bereits nach den ersten zehn Spieltagen geschassten Rüdiger Rehm angetreten. Doch Kramny, der in der vergangenen Saison noch zeitwillig den VfB Stuttgart in der Bundesliga trainierte, durfte insgesamt auch nur zwei Spieltage länger bleiben als sein Vorgänger. „So ist es im Geschäft, vor drei Wochen waren wir noch auf einem guten Weg. Jetzt wurde das beschlossen, damit muss ich leben und das tue ich auch“, sagte der 45-Jährige gegenüber der „Bild“-Zeitung.  Seine Bilanz ist ernüchternd: In zwölf Spielen gelangen nur drei Siege – dafür gab es sechs Niederlagen. Die beste Platzierung, die das Team unter Kramny erreichte, war zwischenzeitlich Platz 15.

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