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Amerikanischer Fußball : Jermaine Jones geht über Los zu Revolution

  • Aktualisiert am

Weiter geht’s: Jones zieht es dauerhaft in seine Wahlheimat Bild: dpa

Der amerikanische Nationalspieler und frühere Bundesliga-Profi Jermaine Jones verlässt Europa und bekommt von seiner neuen Liga einen Klub zugelost - in New England.

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          Für Jermaine Jones beginnt ein neues Fußball-Kapitel. Nach den Stationen Deutschland, England und Türkei spielt der gebürtige Frankfurter künftig in den Vereinigten Staaten. Jones wurde am Sonntag (Ortszeit) von der Major League Soccer (MLS) der New England Revolution zugelost. Dieser Prozess war notwendig geworden, da neben dem Team aus dem Großraum Boston auch Chicago Fire Interesse am amerikanischen Nationalspieler bekundet hatte. Im Gegensatz zu anderen Ligen schließen die Profis in der MLS Verträge mit der Liga und nicht mit den Vereinen.

          „Ich freue mich auf die MLS und Revolution. New England ist ein interessantes Team, das sich im Aufschwung befindet. Ich denke, dass ich beim Kampf um die Playoff-Plätze helfen kann“, sagte Jones in einer Presse-Erklärung des Vereins. Die „Revs“ sind derzeit als Sechster der Eastern Conference einen Platz außerhalb der K-o.-Runden-Ränge. Jones unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende 2015 und verdient in dieser Zeit 4,7 Millionen Dollar. Er wird als sogenannter Designated Player geführt und darf somit mehr einstreichen als der Durchschnitts-MLS-Profi.

          Logischer Schritt als feste Größe von Nationaltrainer Klinsmann

          Der defensive Mittelfeldmann hatte zuletzt für Besiktas Istanbul gespielt. Davor war er in der Bundesliga für Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Schalke 04 aktiv und absolvierte auch drei Partien für die Deutsche Nationalmannschaft. Bereits seit einigen Wochen hatte es Gerüchte gegeben, dass Jones, der den Sommer mit seiner Familie in Los Angeles verbrachte, mit einem Wechsel in die MLS liebäugele.

          „Als wir davon hörten, haben wir der Liga sofort unser Interesse signalisiert“, betont Jonathan Kraft. Seinem Vater Robert gehört neben den New England Patriots aus der Football-League NFL auch Revolution. Jones sei ein dynamischer Spieler und werde einen enormen Einfluss auf das Team haben, so Kraft weiter.

          Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien hatte Jones mit den Amerikanern das Achtelfinale erreicht und gehörte im Team von Nationaltrainer Jürgen Klinsmann zu den auffälligsten Akteuren. „Durch die Spiele für die Nationalmannschaft habe ich eine großartige Verbindung zu den US-Fans aufgebaut. Ich freue mich, jetzt jedes Wochenende vor ihnen zu spielen“, sagt Jones. Er wird am Dienstag offiziell vorgestellt.

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