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Afrikanische Champions-League : Neuansetzung empört vermeintliche Sieger

  • Aktualisiert am

Die Diskussionsrunde geht weiter: Das Final-Rückspiel zwischen Tunis und Casablanca soll nun wiederholt werden Bild: AFP

Das unter skandalösen Umständen abgebrochene Final-Rückspiel der afrikanischen Champions League wird wiederholt. Prompt regen sich die vermeintlichen Sieger auf.

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          Das Finale der afrikanischen Champions League wird nach der Videobeweis-Panne wiederholt. Die Neuansetzung des Endspiels hat nun in Tunesien Wut ausgelöst. Der Club Esperance Tunis, der sich nach dem Abbruchsieg von vergangener Woche schon als Champions-League-Sieger wähnte, kündigte am Mittwochabend in einer Erklärung an, gegen den Beschluss des Afrikanischen Fußball-Verbands (Caf) Berufung einlegen zu wollen. Der Verein werde alles tun, um sein Recht zu verteidigen.

          Esperance zeigte sich zudem empört über die Entscheidung, das Finale auf neutralem Boden auszutragen. Sicherheitsbedenken wies der Verein als unbegründet zurück. Der tunesische Ministerpräsident Youssef Chahed kritisierte die Caf-Entscheidung auf Twitter als „Farce“. „Wir werden das Recht von Esperance nicht aufgeben“, erklärte er.

          Die Caf hatte am Mittwoch in Paris entschieden, das unter skandalösen Umständen nicht zu Ende gespielte Finalrückspiel wegen einer Panne beim Videobeweis zu wiederholen. Die Partie zwischen Gastgeber Esperance Tunis und dem marokkanischen Team Wydad Casablanca war am Freitagabend in der 59. Minute beim Stand von 1:0 abgebrochen und die Tunesier nach 90-minütiger Unterbrechung schließlich zum Sieger erklärt worden.

          Zu früh gefreut: die Spieler von Esperance Tunis wähnten sich schon als Champions-League-Sieger

          Der gambische Schiedsrichter Bakary Gassama hatte zuvor das Ausgleichstor der Marokkaner wegen einer angeblichen Abseitsposition nicht anerkannt. Casablanca bestand darauf, die Situation durch den Videoschiedsrichter überprüfen zu lassen, erfuhr aber erst dann, dass das System nicht funktionierte. Dies war vor der Partie nur den Offiziellen mitgeteilt worden. Das Team weigerte sich daraufhin, die Partie fortzusetzen. Auf dem Spielfeld und den Tribünen kam es im Anschluss daran zu tumultartigen Szenen. Die Polizei musste eingreifen.

          Wydad zeigte sich nun hochzufrieden. Der Beschluss rette den Ruf des afrikanischen Fußballs und die Glaubwürdigkeit des Spiels, sagte Vereinschef Said Naciri der Sportseite Kooora. Im Hinspiel hatten sich beide Mannschaften 1:1 getrennt. Das Rückspiel kann aber nicht vor dem Finale der Afrikameisterschaft am 19. Juli ausgetragen werden.

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