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Afrika-Cup-Sieger Nigeria : Keshi zieht Rücktritt zurück

  • Aktualisiert am

Afrikanischer Sieger: Stephen Keshi mit dem Pokal Bild: Reuters

Er ist der Vater des nigerianischen Fußball-Erfolgs, ein Vorkämpfer für dunkelhäutige Trainer in Afrika. Nun verzichtet Stephen Keshi zunächst auf seinen Posten - um dann doch einen Rückzieher zu machen.

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          Stephen Keshi hat seinen Rücktritt als Nationaltrainer von Afrikameister Nigeria wieder zurückgezogen. Er habe seine Position überdacht und entschieden, seine Arbeit fortzusetzen, teilte der Verband am Dienstag in einer Stellungnahme mit. Erst am Montag hatte Keshi einen Tag nach dem Gewinn des Afrika-Cups seinen Posten aufgegeben. Dass Keshi unzufrieden war, verhehlte er nicht. In der Vorwoche hatte er seinen Unmut über den heimischen Verband geäußert, der sogar gedroht habe, ihn noch während des Turniers zu feuern.

          Keshi war seit November 2011 Auswahltrainer in Nigeria. Nach dem Cup-Triumph in Johannesburg hatte er für mehr einheimische Coaches auf dem Schwarzen Kontinent appelliert: „Dieser Erfolg ist nicht für mich allein. Ich hoffe, dass mehr afrikanische Trainer diese Position einnehmen und ihr Land glücklich machen dürfen“, sagte Keshi und ergänzte: „Als afrikanischer Trainer hast du keine Zeit. Heute sollst du den Job übernehmen, morgen ein wunderbares Team aufbauen und am nächsten Tag die Weltmeisterschaft gewinnen. Das ist schwierig.“

          Keshi hat Erfahrung im afrikanischen Fußball. 2006 hatte er Togo zur erstmaligen WM-Qualifikation geführt. Zur Endrunde nach Deutschland reiste der frühere Verteidiger aber nicht. Nach dem schwachen Abschneiden beim Afrika-Cup im Winter wurde Keshi wenige Monate vor dem WM-Beginn durch den damals 68-jährigen Kölner Otto Pfister ersetzt.

          Den deutschen Fans blieben die Togolesen weniger durch sportliche Großtaten (alle drei Vorrundenspiele gingen verloren) als vielmehr durch die chaotische Vorbereitung mit dem Prämienstreit und dem zwischenzeitlichen Rücktritt von Pfister in Erinnerung.

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