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Afrika-Cup : Ägypten und Ghana stehen im Finale

  • Aktualisiert am

Mit Ägypten im Finale des Afrika-Cups: der Dortmunder Mohamed Zidan Bild: AFP

Die einen mussten zittern, die anderen feierten einen hohen Erfolg. Ghana und Ägypten stehen im Finale des Afrika-Cups. Während der deutsche WM-Gegner Nigeria 1:0 besiegte, hatten die „Pharaonen“ mit dem arg dezimierten Erzrivalen Algerien leichtes Spiel.

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          Titelverteidiger Ägypten und Deutschlands WM-Gruppengegner Ghana bestreiten am Sonntag das Endspiel beim Afrika Cup in Angola. Die „Pharaonen“ mit dem Dortmunder Bundesliga-Profi Mohamed Zidan gewannen am Donnerstag in Benguela das Prestigeduell gegen Algerien mit 4:0 (1:0) und können weiter auf den Titel-Hattrick bei der Kontinental-Meisterschaft hoffen.

          Zuvor hatten Ghanas „Black Stars“ in Luanda mit einem glanzlosen 1:0 (1:0) gegen Nigeria erstmals seit 18 Jahren wieder das Finale des Turniers erreicht. Ägypten hat den Afrika Cup bisher fünfmal gewonnen, Ghana viermal. Zidan (65. Minute) sowie die eingewechselten Mohamed Abdel-Shafy (80.) und Mohamed Nagy Gedo (90.+3) besiegelten mit ihren Treffern die sechste Final-Teilnahme Ägyptens.

          Ein umstrittenes Elfmetertor durch Hosny Abd Rabou (38.) hatte den Erfolg in Duell der Erzrivalen gegen Algerien eingeleitet, das nach drei Platzverweisen am Ende nur noch acht Akteure auf dem Rasen hatte. Der bereits verwarnte Algerier Halliche sah nach 38 Minuten Gelb- Rot. In der Schlusphase wurden auch noch Nadir Belhadj (70./Rot) und Torhüter Fawzi Chaouchi (87./Gelb-Rot) des Feldes verwiesen.

          Finale, wir kommen: Ghanas Asamoah Gyan (r.) und Emmanuel Badu gewannen gegen Nigeria
          Finale, wir kommen: Ghanas Asamoah Gyan (r.) und Emmanuel Badu gewannen gegen Nigeria : Bild: Reuters

          Asamoah Gyan nutzt gleich Ghanas erste Möglichkeit

          Alle drei werden dem Team mit den Bundesliga-Profis Karim Matmour, Karim Ziani und Anthar Yahia im Spiel um den dritten Platz gegen Nigeria nicht zur Verfügung stehen. Das Spiel in Benguela fand unter scharfen Sicherheitsmaßnahmen statt, nachdem es bei den Duellen zwischen Ägypten und Algerien im Rahmen der WM-Qualifikation im vergangenen Herbst zu schweren Fan- Ausschreitungen gekommen war. Algerien hatte sich in drei Spielen durchgesetzt und dem amtierenden Afrika-Champion die Tickets zur EM- Endrunde in Südafrika weggeschnappt. G

          Ghana bot auch bei seinem vierten Turnier-Auftritt keine berauschende Vorstellung und überzeugte wie schon bei den 1:0- Erfolgen gegen Burkina Faso und Angola allein durch kompakte Defensive. Das ebenfalls für die WM in Südafrika qualifizierte Team aus Nigeria stellte in einem spielerisch enttäuschenden Halbfinale die aktivere Mannschaft, doch das Tor erzielten die „Black Stars“.

          Der bei Stade Rennes in Frankreich spielende Asamoah Gyan nutzte in der 21. Minute gleich die erste Chance des Spiels, als er einen Eckball von Kwadwo Asamoah einköpfte. Die große Gelegenheit zum Ausgleich für den zweimaligen Afrika Cup-Gewinner Nigeria vergab sieben Minuten später Bundesliga-Profi Obafemi Martins. Der Stürmer des VfL Wolfsburg scheiterte frei vor dem Tor an Ghanas Schlussmann Richard Kingson. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Nigerianer den Druck, doch ein Tor gelang Martins, Chinedu Obasi und Co. nicht.

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