https://www.faz.net/-gtl-78xnd

Affäre Hoeneß : Beckenbauer will nicht Interimspräsident werden

  • Aktualisiert am

Beckenbauer zum Thema Hoeneß-Rücktritt: „Der Einzige, der diese Entscheidung treffen kann, ist Uli selbst“ Bild: dpa

Wegen der Steueraffäre Hoeneß tagt an diesem Montag der Aufsichtsrat des FC Bayern. Sollte Hoeneß auf sein Amt als Präsident verzichten, will Ehrenpräsident Beckenbauer nicht einspringen.

          1 Min.

          Franz Beckenbauer will bei einem Amtsverzicht von Steuersünder Uli Hoeneß nicht als Interimspräsident beim FC Bayern übernehmen. „Ich habe mir da noch nicht eine Sekunde Gedanken drüber gemacht. Also stünde ich nicht bereit“, sagte der Ehrenpräsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters am Sonntag im TV-Sender Sky.

          Wegen der Steueraffäre um Vereinspatron Hoeneß tagt an diesem Montag der Aufsichtsrat der Münchner. Der 61-Jährige hatte erklärt, seine Posten nicht vor dem Champions-League-Finale am 25. Mai abgeben zu wollen. Danach aber könnte Hoeneß seine Ämter als Präsident und Aufsichtsratschef zumindest bis zur Klärung des Falls ruhen lassen.

          „Der Einzige, der diese Entscheidung treffen kann, ist Uli selbst“, sagte Beckenbauer. „Es wird keiner von den Aufsichtsräten die Stimme erheben und etwas Negatives sagen. Dazu haben sie viel zu viel Respekt vor Uli“, meinte der Weltmeister von 1974. Er könne sich „schlecht vorstellen“, dass Hoeneß seine Ämter ruhen lassen werde. „Ich hoffe, dass alles solidarisch abgewickelt wird“, fügte Beckenbauer hinzu.

          Nach seiner Selbstanzeige ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Steuerhinterziehung gegen Hoeneß. Es lag sogar ein Haftbefehl gegen ihn vor, der aber außer Vollzug gesetzt wurde.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ex-Präsident Trump darf Dokumente zum Sturm auf das Kapitol am 6.1.2021 nicht zurückhalten.

          Sturm aufs Kapitol : Supreme Court erteilt Trump eine Abfuhr

          Das Oberste Gericht befand, dass der ehemalige Präsident die Herausgabe von Dokumenten an den Ausschuss zur Aufarbeitung der Erstürmung des Kapitols nicht verweigern kann. Trump wehrt sich mit aller Macht dagegen, die Papiere zu übergeben.
          Microsoft hat gerade die größte Übernahme in seiner bisherigen Geschichte eingeleitet.

          Activision-Zukauf : Microsofts neue Gigantomanie

          Der Softwarekonzern wagt seinen mit Abstand größten Zukauf. Das dürfte ihm erschweren, in der Debatte um die Macht von „Big Tech“ unter dem Radar zu bleiben – und hat mit dem Metaversum zu tun.