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Eurogoals: FAZ.NET mit DAZN : „Oh, mein Gott“: Großer Ärger bei Guardiola

„Wissen Sie, was Sie mich da fragen?“: Pep Guardiola ist angefressen. Bild: AFP

Freude über Rekord bei Manchester City getrübt. Peinliches Saisonende für Real Madrid. Messi in Bestform. Hochspannung in Italien. Benfica holt Titel. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

          Es gab so viele Gründe für Pep Guardiola für gute Laune. Manchester City hatte in der Vorwoche ja schon in der englischen Premier League den Meistertitel im atemraubenden Rennen mit dem FC Liverpool und Jürgen Klopp geholt. Nach dem Liga-Pokal zuvor kam nun auch noch der Gewinn des FA-Cups hinzu – mit einem 6:0-Sieg über den FC Watford. So hoch hatte in England noch nie ein Klub das Endspiel des traditionsreichen Wettbewerbs gesiegt. Und noch nie gewann im Mutterland des Fußballs eine Mannschaft all diese drei nationalen Titel in einer Saison. Hut ab, Manchester City.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Doch die Feierlaune des katalanischen Trainers war in der Pressekonferenz auf einmal wie weg. Er wurde von einem Journalisten nach möglicherweise illegalen Zahlungen vom Klubbesitzer aus Abu Dhabi gefragt. Guardiola konnte es kaum fassen, dass in der Stunde des Triumphes dieses Thema aufkam. „Wissen Sie, was Sie mich da fragen? Denken Sie, dass ich diese Frage verdient habe? Am Tag des Triples fragen Sie mich, ob ich Geld in einer anderen Situation erhalten habe? Beschuldigen Sie mich?“, fragte er ungläubig den Reporter. „Oh mein Gott.“ Der Ärger beim Trainer war enorm.

          Dabei ist das Thema alles andere als deplaziert. Die Europäische Fußball-Union Uefa ermittelt wegen möglicher Verstöße gegen das Financial Fairplay. Bei einer Verurteilung könnte Manchester City für eine Saison aus der Champions League ausgeschlossen werden. Da der Klub wohl alle Rechtswege ausschöpfen würde, ist eine baldige Sperre unwahrscheinlich. Die Vorwürfe wiegen schwer: Durch verdeckte Investorenzahlungen soll der Klub das Financial Fairplay umgangen haben. Gelder, die als Einnahmen durch Sponsoren deklariert wurden, sollen vom Besitzer gezahlt worden sein.

          Sportlich indes läuft es ganz wunderbar. Mit wettbewerbsübergreifend 169 Saisontoren haben die Citizens den 2014 aufgestellten Rekord um 13 Tore überboten. Im großen Finale in Wembley stand Ilkay Gündogan in der Startelf, Leroy Sané kam später für ihn. Beide besitzen für kommende Saison noch einen Vertrag, ein Fragezeichen bleibt: Gündogan hat seinen 2020 auslaufenden Vertrag noch nicht verlängert, der bis 2021 gebundene Sané wird mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Nur eines ist klar: Vincent Kompany verkündete seine Rückkehr zum RSC Anderlecht als Spielertrainer.

          In der spanischen Primera Division verteidigte der FC Barcelona seinen Titel erfolgreich. Damit sind die Meister der fünf großen Ligen Europas erstmals seit Gründung der Bundesliga 1963 die wie im Vorjahr. Barcelona leistete sich zum Saisonabschluss ein 2:2 bei SD Eibar. Lionel Messi traf doppelt.

          Atlético Madrid stand genau wie Barcelona als Meister schon seit Wochen als der Klub fest, der am Ende der Spielzeit auf Platz zwei liegen wird. Zum Ausklang bei UD Levante gab es ein 2:2 nach 0:2-Rückstand. Angel Correa sah die Rote Karte. Antoine Griezmann, der gehen will, wurde ausgepfiffen.

          Das Ende einer verkorksten Spielzeit erlebte Real Madrid im eigenen Stadion mit einer weiteren bösen Niederlage, der insgesamt zwölften in 38 Partien. Gegen Betis Sevilla gab es ein verdientes 0:2. So viele Pleiten wie in dieser Saison erlebten die „Königlichen“ zuletzt vor 23 Jahren.

          Spannend war am letzten Spieltag der Kampf um die Plätze im Europapokal. Der FC Getafe schaffte die Überraschung nicht, stattdessen spielt der FC Valencia in der Champions League. In der Europa League ist nun Espanyol Barcelona, die Aufholjagd von Athletic Bilbao reichte nicht zu Platz sieben.

          In der italienischen Serie A ist Juventus Turin lange Meister, die SSC Neapel Zweiter. Dahinter aber steht am letzten Spieltag ein Herzschlagfinale bevor. Atalanta Bergamo (1:1 bei Juve) und Inter Mailand (1:4 in Neapel) sind punktgleich, einen Punkt zurück liegt der AC Mailand, zwei weitere dahinter die AS Rom. Nur zwei der drei Teams kommen in die Champions League.

          In der französischen Ligue 1 stand Paris St. Germain lange als Meister fest. Die Krise danach ist ausgestanden. Im letzten Heimspiel besiegte die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel Dijon mit 4:0. Angel di Maria und Edinson Cavani trafen früh per Doppelpack, danach glänzte Kylian Mbappé.

          Hinter Paris wurden die entscheidenden Plätze schon eine Runde vor Abpfiff der Saison gesichert. OSC Lille ist als Zweiter in der Champions League. Olympique Lyon muss dort in die Qualifikation. AS St. Etienne ist in der Europa League vertreten. Und AS Monaco steht dicht vor dem Klassenverbleib.

          Benfica Lissabon ist zum 37. Mal Meister in der portugiesischen Primeira Liga. Im Fernduell mit dem FC Porto ließ der Viertelfinal-Gegner von Frankfurt aus der Europa League nichts anbrennen. Mit einem 4:1-Heimsieg über Santa Clara wurde der Vorsprung gehalten. Haris Seferovic traf doppelt.

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