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Liverpools Trainer Jürgen Klopp war nicht glücklich beim Spiel gegen West Bromwich Albion. Bild: AFP

Eurogoals: FAZ.NET mit DAZN : Ärger bei Klopp – Gala für Guardiola

Liverpool meckert. Arsenal beschenkt Wenger. Manchester United und Chelsea im Finale. Barcelona führt Sevilla vor. Bayern-Gegner Real hat spielfrei. Drama in Italien. Sehen Sie Europas Fußball-Wochenende im Video.

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          England gilt nicht nur als Mutterland des Fußballs. Von der Insel kommen auch andere Sachen, die im beliebtesten Sport der Welt berühmt sind. Englische Wochen etwa, wenn nicht nur am Wochenende gespielt wird. Oder der englische Rasen, wenn man die grüne Spielfläche kaum von einem Teppich unterscheiden kann. Und wenn dem mal nicht so ist, dann ist die Aufregung groß. Dabei hatte Jürgen Klopp nach dem 2:2 bei West Bromwich Albion seines FC Liverpool noch nicht einmal etwas an der Ebenheit auszusetzen. Ihm war der Rasen einfach nur nicht nass genug.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          „Ich war nicht glücklich mit dem Rasen. Es war hart, besonders als der Rasen immer trockener wurde. West Brom hat offensichtlich entschieden, den Rasen zur Halbzeit nicht zu wässern, danach war es sehr schwer“, sagte Klopp verärgert über das stumpfe Geläuf. „Wenn man Fußball wie West Brom spielt und der Ball in der Luft ist, dann braucht man keinen feuchten Rasen, aber so ist es eben, damit müssen wir klarkommen.“ Das könne der Gegner nächste Saison auch in der zweiten Liga machen, trat Klopp nach, obwohl West Bromwich rechnerisch noch gar nicht abgestiegen ist.

          Dabei hatte Liverpool bis zur 79. Minute 2:0 geführt. Danny Ings traf früh, Torjäger Mohamed Salah legte nach. Doch Jake Livermore gelang der Anschluss, ehe Jose Salomon Rondon ausglich. Dabei sah der deutsche Torwart Loris Karius nicht glücklich aus. Die „Reds“ bleiben auf Champions-League-Kurs, vergaben aber zwei Punkte leichtfertig. Eine gute Nachricht für Klopp gab es doch: Am Dienstag dürfte der Rasen nach seinem Wunsch sein. Dann geht es im Halbfinal-Hinspiel der Königsklasse im eigenen Stadion gegen AS Rom (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei Sky).

          Nach 22 Jahren verlässt Arsene Wenger die Trainerbank des FC Arsenal im Sommer. Was viele Fans lange forderten, lässt andere doch traurig zurück. Die Mannschaft zeigte nochmal Moral. Gegen West Ham United gab es in der zweiten Halbzeit ein 4:1 – mit drei Toren in nur sieben Minuten.

          Der Meister in England steht indes seit der vergangenen Woche fest. Gegen Kellerkind Swansea City ließ es das Team von Pep Guardiola aber nicht schleifen. Beim 5:0 war auch der frühere Bundesliga-Spieler Kevin de Bruyne erfolgreich. Nun fehlen nur noch zwei Treffer zum Knacken der 100-Tore-Marke.

          Stadtrivale United kämpfte derweil nicht um Punkte in der englischen Premier League, sondern um den Einzug ins Finale des FA-Cups. Dabei geriet die Mannschaft von José Mourinho gegen Tottenham Hotspur zunächst in Rückstand, doch Alexis Sanchez und Ander Herrera drehten die Partie noch.

          Einen Tag später setzte sich der Favorit im zweiten Halbfinale glanzlos durch. Der FC Chelsea, als Meister Vorgänger von Manchester City, besiegte den FC Southampton, der in der Liga tief im Kampf um den Klassenverbleib steckt, durch Treffer von Olivier Giroud und Alvaro Morate mit 2:0.

          Die Spanier sind weiter als die Engländer. Im Pokalwettbewerb Copa del Rey stand das Endspiel an. Und es war eine klare Sache. Der FC Barcelona, der auch auf Meisterkurs ist, ließ dem FC Sevilla, in der Champions League am FC Bayern gescheitert, bei der 5:0-Gala nicht den Hauch einer Chance.

          In der Champions League treffen die Münchner im Halbfinale am Mittwoch (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League sowie im ZDF und bei Sky) wieder auf eine Elf aus Spanien. Real Madrid konnte sich am Wochenende ausruhen, weil Gegner Sevilla im Pokalfinale stand. Dafür patzte der Verfolger der Königlichen: Der FC Valencia spielte bei Celta Vigo nur remis.

          In der italienischen Serie A herrscht wieder Hochspannung. Der Vorsprung von Spitzenreiter Juventus Turin schmolz auf einen Punkt. Im Topspiel gegen SSC Neapel sieht es lange nach einem 0:0 aus. Doch kurz vor dem Ende wuchtet Kalidou Koulibaly einen Eckball ins Tor von Gianluigi Buffon.

          Liverpools Gegner in der Champions League hatte viel weniger Probleme als die Klopp-Mannschaft – weder mit dem Gegner noch mit dem Rasen. Bei SPAL Ferrara reichte es zum 3:0. Eine B-Elf sicherte dem Klub aus der Hauptstadt drei Punkte im Rennen um die besten Plätze hinter Juve und Neapel.

          In der französischen Ligue 1 ist die Entscheidung, wer Meister wird, bereits gefallen. Doch Paris St-Germain lässt es nicht schleifen. Auch bei Girondins Bordeaux springt ein Sieg heraus, wenngleich es keine Gala war wie in der Vorwoche beim 7:1-Meisterstück gegen Verfolger AS Monaco.

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