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Ämtertausch : Assauer wird vorzeitig Präsident von Schalke 04

  • Aktualisiert am

Nach der WM neuer Schalker Präsident: Rudi Assauer Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Der Machtkampf hinter den Kulissen bei Schalke 04 ist entschieden. Gerhard Rehberg hört auf, Rudi Assauer wird vorzeitig Präsident. Bereits zum 1. August legt Rehberg sein Amt nieder und wird von Assauer abgelöst.

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          Gerhard Rehberg hört auf, Rudi Assauer wird vorzeitig Präsident: Der Machtkampf hinter den Kulissen des Fußball-Bundesligaverein Schalke 04 ist entschieden. Wie der Klub am Freitag offiziell mitteilte, habe man „auf Veranlassung des Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies die zukünftige Entwicklung der Vereinsführung entschieden“.

          Demnach wird Rehberg trotz eines Vertrages bis 2008 bereits zum 1. August 2006 sein Amt als Vorstandsvorsitzender niederlegen und von Assauer abgelöst. An Stelle von Rehberg rückt niemand in den Vorstand nach. Nach Angaben des Vizemeisters werden sich durch die Ämter-Veränderung, die von allen Beteiligten per Handschlag besiegelt worden sei, die bestehenden Zuständigkeiten und Aufgabengebiete innerhalb des Vorstands nicht ändern.

          Müller „für sportlichen Belange verantwortlich“

          Assauer werde „als Vorsitzender zusätzlich die Repräsentationsaufgaben von Rehberg übernehmen“ und Teammanager Andreas Müller zur Seite stehen. Allerdings ist der von Assauer seit Jahren als Nachfolger eingearbeitete Müller zukünftig „für alle sportlichen Belange verantwortlich“. Zudem gehören dem Vorstand noch Josef Schnusenberg als Stellvertretender Vorsitzender (zuständig für die Finanzen) und Peter Peters als Geschäftsführer (zuständig für die Organisation) an.

          Gerhard Rehberg (h.) tritt ab, Rudi Assauer kommt

          Noch vor kurzem war Assauer nach einem ersten Vorpreschen von Tönnies auf Konfrontationskurs zum Aufsichtsrats-Boß gegangen. „Ich lasse mich von niemandem vertreiben. Mein Vertrag läuft noch bis 2008. Und wenn da was dran geändert werden soll, dann muß man in aller Ruhe darüber reden“, hatte der zuletzt wegen seiner Personal-Entscheidungen sowie unglücklichem öffentlichen Auftreten in die Schußlinie der Kritik geratene „Mr. Schalke“ erklärt.

          „Schon vor geraumer Zeit besprochen“

          Die nun getroffenen Entscheidungen waren nach Angaben von Tönnies „inhaltlich zwischen Aufsichtsrat und Vorstand schon vor geraumer Zeit besprochen, nur das Übergabedatum war offen gelassen. Mir war es wichtig, daß wir nun zu einem frühen Zeitpunkt - und auch um weitere Diskussionen zu vermeiden - den Termin des Amtswechsels konkretisieren. Das habe ich nun forciert“, sagte der Aufsichtsrats-Vorsitzende und versicherte: „In einer sehr harmonischen Atmosphäre haben wir uns ausgesprochen und schnell Einigung erzielt.“

          Rehberg hatte schon bei der Verlängerung der Amtszeiten der Vorstandsmitglieder auf der Aufsichtsratssitzung am 1. März 2005 angekündigt, seinen Posten möglicherweise vorzeitig niederzulegen. Mit knapp zwölf Jahren (seit dem 12. Dezember 1994) kann Rehberg auf die längste Amtszeit seit Fritz Unkel vor dem Zweiten Weltkrieg (1924-1939) verweisen.

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