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Löws Abschied : Rette sich, wer kann

Nach 15 Jahren ist Schluss: Joachim Löw beendet im Sommer seine Tätigkeit als Fußball-Bundestrainer. Bild: dpa

Er ist dann mal weg: Bundestrainer Joachim Löw kündigt seinen Abschied nach der EM an. Nun lastet die Verantwortung für den Erfolg auf den Schultern der Spieler.

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          Es ist zu spät. Joachim Löw hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Gelegenheiten verstreichen lassen, seinen Abschied als Bundestrainer zu nehmen. Die erste war auf dem absoluten Höhepunkt seiner Karriere, nach dem Triumph bei der WM im Jahr 2014 in Brasilien. So, wie es sein Kapitän Philipp Lahm machte. Aber damals wollte Joachim Löw seinen Triumph noch ein paar Jahre genießen. Das tat er dann auch. Und ignorierte dabei die notwendige Erneuerung des Weltmeisters.

          Michael Horeni
          Korrespondent für Sport in Berlin.
          Christian Kamp
          Sportredakteur.

          Der nächste Anlass, das Ausscheiden in der Vorrunde bei der WM 2018 in Russland, schien ihm gar keine andere Möglichkeit als den Rücktritt zu lassen. Doch mit dem Makel des historischen Scheiterns – nie zuvor war eine deutsche Nationalelf früher bei einer WM ausgeschieden – wollte sich Löw nicht aufhören. Geschützt durch einen langen und kostspieligen Vertrag bis 2022, sah er in sich lieber den besten Mann für die Rückkehr an die Weltspitze. Den Neuaufbau, den er bis dahin ignoriert hatte, ignorierte er trotzdem weiter. Nur wenige Monate später stieg die Nationalelf aus der Nations League ab (eine spätere Modusänderung verhinderte dann den tatsächlichen Abstieg).

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