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Kim Kulig : Abpfiff für die Doppelrolle

Nicht mehr Nationalteam-Expertin: Kim Kulig muss als ZDF-Mitarbeiterin aufhören Bild: foto2press

Kim Kulig hatte das ZDF als Reporterin bei Spielen des deutschen Frauenfußball-Nationalteams überzeugt – und mit einer Festanstellung beim DFB überrascht. Jetzt hat der Sender die Zusammenarbeit mit der früheren Nationalspielerin beendet.

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          Kim Kulig darf die Spiele des deutschen Frauenfußball-Nationalteams nicht mehr analysieren. ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz bestätigte der F.A.Z., dass der Sender künftig in seiner Berichterstattung auf die ehemalige Nationalspielerin verzichten werde, obwohl das ZDF bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Kanada zufrieden gewesen sei mit ihr als Reporterin, die gute Verbindungen zu ihren ehemaligen Mitspielerinnen mitbrachte.

          Eine Fortsetzung der Tätigkeit war bereits vereinbart. Doch die 25 Jahre alte Kim Kulig, die ihre Karriere wegen einer Knieverletzung frühzeitig beenden musste, ist seit Oktober fest beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) angestellt, „im organisatorisch-administrativen Bereich für Talentförderung und die weiblichen Nachwuchsteams“, wie es heißt, was dem ZDF vorab nicht mitgeteilt worden war. „Wir hätten gerne weitergemacht, wollen Kim Kulig aber eine Interessenkollision ersparen“, sagte Gruschwitz. Auch dem DFB war daran gelegen, dass die Verbands-Mitarbeiterin nicht zugleich als Kritikerin des eigenen Teams auftritt.

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