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Aaron Hunt : DFB legt Berufung gegen Sperre ein

  • Aktualisiert am

Aaron Hunt Bild: dpa

Der Deutsche Fußball-Bund hat gegen die Sperre von U-21-Nationalspieler Aaron Hunt bei der Europäischen Fußball-Union Berufung eingelegt. Hunts Verein Werder Bremen unterstützt den Schritt des DFB.

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          Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat gegen die Sperre von U-21-Nationalspieler Aaron Hunt bei der Europäischen Fußball-Union (Uefa) Berufung eingelegt. Das teilte der DFB am diesem Montag mit. Die Kontroll- und Disziplinarkammer der Uefa hatten den Stürmer vom Bundesligisten Werder Bremen in der vergangenen Woche wegen sportwidrigen Verhaltens für die beiden ersten Qualifikationsspiele für die EM 2009 in Schweden gesperrt. Dagegen hatte der DFB auf Freispruch für den Junioren-Nationalspieler plädiert.

          Die Entscheidung basiert darauf, daß sich englische Spieler und Verbandsvertreter in ihrem Rechtsempfinden offensichtlich gestört gefühlt hätten. Nach Darstellung des englischen Verbandes soll Hunt die Spieler Micah Richards und Anton Ferdinand in rassistischer Form beleidigt haben. Allerdings kam der Generalinspektor zu dem Ergebnis, daß es sich nicht um rassistisch begründete Aussagen gehandelt habe.

          „Keine rassistischen Ausdrücke

          „Wir haben die Berufung unterstützt“, sagte Werder-Manager Klaus Allofs. Mit der Strafe sei die Uefa „völlig übers Ziel hinausgeschossen“. Er sei bei der Vernehmung von Hunt durch einen Uefa-Delegierten dabei gewesen und könne das Urteil nicht verstehen. Der 20 Jahre alte Stürmer hatte bei einer Anhörung durch die Uefa der Darstellung von englischer Seite entschieden widersprochen und darauf hingewiesen, daß er bei verbalen Auseinandersetzungen zuvor selbst provoziert worden war.

          Die vorhergehende Beleidigung hatte auch der Untersuchungschef bestätigt. „Ich habe keine rassistischen Ausdrücke gebraucht. Natürlich hat es in diesem Spiel von beiden Seiten einige heftige verbale Auseinandersetzungen gegeben, aber so etwas passiert in jedem Spiel“, sagte Hunt. Bei einer Beleidigung wäre eine nachträgliche Sperre wegen einer kraß sportwidrigen Handlung nach der DFB-Rechtsprechung indes nicht möglich. Der deutsche Verband muß nun auf schriftlichem Weg seinen Einspruch begründen, ehe die Uefa darüber befindet.

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