https://www.faz.net/-gtl-7p5eh

9:1 gegen die Slowakei : Fußballfrauen machen großen Schritt zur WM

  • Aktualisiert am

Gemeinsam stark: Die deutschen Fußballfrauen können für die WM in Kanada planen Bild: dpa

Die deutschen Fußball-Frauen haben auch ihr achtes Qualifikationsspiel für die WM 2015 gewonnen. Beim 9:1-Erfolg gegen die Slowakei in Osnabrück glänzte vor allem Fatmire Alushi mit drei Treffern.

          2 Min.

          An historischer Stätte hat die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft mit einem weiteren Kantersieg einen riesigen Schritt Richtung Weltmeisterschaft in Kanada getan. 25 Jahre nach dem sensationellen ersten EM-Titelgewinn einer DFB-Elf bezwang der achtmalige Europameister die Slowakei in Osnabrück leicht und locker mit 9:1 (5:0). Die Treffer vor 8569 begeisterten Zuschauern erzielten am Donnerstag die dreifache Torschützin Fatmire Alushi (2. Minute/35./70.), Anja Mittag (24./81.), Nadine Keßler (39.), Dzsenifer Marozsan (40.), Melanie Leupolz (74.) und Simone Laudehr (76.). Der Gegentreffer durch Alexandra Biroova (85.) hatte nur statistischen Wert.

          „Insgesamt waren es sehr schön herausgespielte Tore. Gutes Kombinationsspiel und mit einem 9:1 kann man sehr zufrieden sein“, sagte Bundestrainerin Silvia Neid im ZDF. Sie lobte Alushi, die eigentlich gar nicht vorgesehen war. „Sie war wirklich extrem gut, das hat sich schon im Trainingseinheiten abgezeichnet. Von daher hat sie auch heute angefangen.“

          Souveräner Tabellenführer

          Nach dem achten Erfolg im achten WM-Qualifikationsspiel führt die Neid-Elf ihre Gruppe weiterhin souverän als Spitzenreiter an und steht kurz davor, das Ticket für die WM 2015 endgültig zu lösen. Die Entscheidung dürfte spätestens in der nächsten Partie beim Verfolger Russland im September fallen.

          Auch ohne die verletzten Stürmerinnen Celia Sasic und Alexandra Popp sowie Torhüterin Nadine Angerer, die abermals von Almuth Schult vertreten wurde, geriet der deutsche Erfolg nie in Gefahr. Am Morgen hatte die Weltfußballerin, die zurzeit in Portland/Amerika spielt, noch eine Motivations-Mail an ihr Team geschickt: „Geht aufs Feld und rockt das Stadion!“

          Und die Kolleginnen hielten sich daran, machten von Beginn an gegen den Außenseiter angetrieben vom tollen Osnabrücker Publikum mächtig Druck. So dauerte es keine zwei Minuten, ehe der Ball zum ersten Mal im von Lucia El Dahaibiova gehüteten Tor lag. Über verschiedene Stationen landete das Spielgerät bei der überragenden Keßler, die Alushi mustergültig mit einem Lupfer bediente.

          Flüssige Kombinationen bei Fritz-Walter-Wetter

          Trotz schwieriger Bedingungen mit nasskaltem Wetter und böigem Wind liefen die deutschen Kombinationen flüssig. Vor allem das Offensiv-Qartett mit Anja Mittag in der Spitze sowie Lena Lotzen, Alushi und Melanie Leupolz dahinter zeigte große Spielfreude. Gleichwohl ließ das 2:0 zunächst auf sich warten. Marozsan (5.) verfehlte per Freistoß knapp das Ziel. Bei weiteren Chancen fehlte entweder die letzte Konsequenz oder ein Quäntchen Glück.

          Doch in der 24. Minute war die slowakische Torfrau, die kurz zuvor gegen Lotzen noch parieren konnte, abermals geschlagen: Eine Keßler-Ecke wurde am ersten Pfosten verlängert, so dass Mittag nur noch einzuschieben brauchte. Damit war die Widerstand der hoffnungslos unterlegenen Slowakinnen endgültig gebrochen. Und mit den weiteren Treffern von Alushi, Mittag und Marozsan die einseitige Partie schon vor der Pause entschieden.

          Vor den Augen einiger eingeladener 1989-Europameisterinnen änderte sich in der zweiten Spielhälfte nichts. Auch wenn die deutsche Mannschaft zunächst einen Gang herausnahm und sogar eine Torchance der Gegnerinnen zuließ. Doch Schult ließ sich vom Schuss von Dominika Skorvankowa (59.) nicht überraschen. Alushi mit ihrem dritten Tor sowie Leupolz, Laudehr und abermals Mittag übertrafen dann sogar das 6:0-Hinspielergebnis klar.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach

          SPD-Gesundheitsexperte warnt : Lockdown möglicherweise schon in wenigen Wochen

          Die jetzigen Einschränkungen reichten nicht aus, um einen deutlichen Anstieg der Todeszahlen zu verhindern, sagt Karl Lauterbach laut einem Bericht. Er fordert mehr Homeoffice und eine Aufteilung von Schulklassen. Auch der Außenhandelsverband warnt vor einem neuen Lockdown.
          Ein ehrenamtlicher Helfer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) hält im Corona-Drive-In-Testzentrum im niedersächsischen Ronnenberg ein Teststäbchen.

          Robert-Koch-Institut : 11.176 Neuinfektionen in Deutschland

          Die hohe Welle an Corona-Infektionen in Deutschland setzt sich fort: Nach dem gestrigen Höchstwert hat das RKI heute mehr als 11.000 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Werte an Wochenenden fallen meist niedriger aus, weil nicht alle Neuinfektionen übermittelt werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.