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8:0 gegen Färöer-Inseln : WM-Ticket sicher, Dienstantritt der Bundestrainerin ungewiss

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Genügend Gründe zum Jubeln gab es beim Spiel gegen die Färöer-Inseln. Bild: dpa

Mit Interimstrainer Horst Hrubsch haben die Frauen des DFB die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Frankreich geschafft. Probleme gab es dagegen bei der künftigen Nationaltrainerin, die das Team nun wohl verspätet übernimmt.

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          Ende gut, alles gut: Horst Hrubesch hat seine Mission WM-Qualifikation mit den deutschen Fußball-Frauen mit einem 8:0 (3:0) auf den Färöer  erfolgreich zu Ende gebracht. Die Olympiasiegerinnen fahren als Gruppensieger zur Weltmeisterschaft im nächsten Jahr nach Frankreich. Vor rund 700 Zuschauern im Nationalstadion von Torshavn trafen Lea Schüller (3. Minute), Lina Magull (25.) und Leonie Maier (27.) vor der Pause. Nach dem Wechsel erhöhten Carolin Simon (58., 73.) mit einem Freistoßtreffer und einem Abpraller, Magull mit ihrem zweiten Treffer (68.) sowie Alexandra Popp (71., 90.+2) ) zum auch in dieser Höhe verdienten Erfolg.

          Das Hinspiel hatten die deutschen Frauen 11:0 gewonnen. Hrubesch hatte das Traineramt bei den DFB-Frauen nach der Trennung von Steffi Jones im Frühjahr interimsweise übernommen.

          Spielplan der Frauenfußball-WM 2019 in Frankreich

          Angesichts der zu erwartenden deutschen Dominanz und leichter körperlicher Probleme hatte Hrubesch gleich vier Veränderungen im Vergleich zum 2:0-Sieg gegen Island am Samstag vorgenommen. Für Kristin Demann, Svenja Huth, Sara Däbritz und Verena Schweers rückten Lena Goeßling, Turid Knaak, Lina Magull und Linda Dallmann in die Startelf. Demann, die Island-Matchwinnerin Huth und Däbritz sahen sich die Partie sogar nur von der Tribüne aus an.

          Mangelhafte Chancenverwertung

          Der Sieg der DFB-Frauen geriet bei widrigen Bedingungen mit Regen und zehn Grad nie in Gefahr. Das schnelle Führungstor nach einer schönen Eckball-Variante nahm den Gastgeberinnen jeglichen Mut. Bis zur Pause spielten sich die deutschen Frauen ein Ecken-Verhältnis von 9:0 und 15 Chancen heraus. Womit sich auch das Manko zeigte: Wieder einmal haperte es erheblich bei der Verwertung der Möglichkeiten. Zu viele Ungenauigkeiten und Unkonzentriertheiten im Zuspiel und überhastete Abschlussaktionen brachten das Team ein ums andere Mal um den Lohn der Bemühungen.

          Gefährlich wurde es immer dann, wenn direkt kombiniert wurde. So wie beim 2:0 und 3:0. Pech hatte Popp. Die Wolfsburgerin traf nach neun Minuten nur den Pfosten. Danach lief das Spiel bis zum Seitenwechsel weitgehend an der Angreiferin vorbei. Nach der Pause brachte Hrubesch mit Schweers für Schüller und Nicole Rolser für Knaak zwei neue Angreiferinnen. Die 26 Jahre alte Rolser vom FC Bayern gab dabei ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft und führte sich gut ein. Unter anderen leitete sie mit einem klugen Zuspiel das 6:0 von Popp ein, die damit ihr 42. Länderspieltor markierte. Nach einem weiteren Magull-Treffer erzielte Popp ihren 43. Treffer im Nationaltrikot.

          Die Färöer fanden offensiv kaum statt. Torfrau Almuth Schult musste nicht einmal eingreifen, hatte bei Rückgaben fünfmal den Ball am Fuß. Der 81. der Weltrangliste nahm erstmals an einer WM-Qualifikation teil.

          Probleme für kommende Nationaltrainerin

          Nicht so glücklich wie für das deutsche Team endete die WM-Qualifikation für die künftige Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Die noch für den Schweizer Fußballverband tätige Trainerin muss mit ihrem Team noch in die Playoffs, in denen im Oktober und November unter den vier besten Gruppenzweiten noch ein Ticket für die WM vergaben wird, nachdem sie bis zum letzten Spieltag die Tabelle in der Qualifikationsgruppe angeführt hatte. Somit kann Voss-Tecklenburg nicht wie geplant schon am 6. Oktober zum Testspiel des deutschen Teams in Essen ihren Dienst antreten.

          Überraschend muss auch Europameister Niederlande in diese Trostrunde: Die Niederländerinnen gaben nach einer Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Norwegen die Tabellenführung an die Skandinavierinnen ab. Neben Norwegen und Deutschland haben sich auch England, Schottland, Schweden, Italien und Spanien direkt qualifiziert. In die Playoffs gehen mit der Niederlande und der Schweiz auch Belgien und Dänemark.

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