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4:2 in Krasnodar : Gnadenlos effektive Wolfsburger

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Schmerz und Freude nah beieinander: Olic bedrängte Granqvist zu einem Eigentor und verletzte sich dabei leicht Bild: dpa

Dem VfL Wolfsburg gelingt im dritten Spiel sein erster Sieg in der Europa League. Beim russischen Club FK Krasnodar gewinnen die Niedersachsen mit 4:2. De Bruyne gelingt ein Doppelpack.

          Trotz einer schwachen ersten Halbzeit hat der VfL Wolfsburg den ersten Europa-League-Sieg geschafft. Nach einem Eigentor von Andreas Granqvist (37.) kam der Fußball-Bundesligaklub am Donnerstag bei FK Krasnodar besser in Schwung und durch einen Doppelpack von Kevin De Bruyne (46./80.) und Luiz Gustavo (64.) zum 4:2 (1:0)-Erfolg. Für das russische Team traf ihr Kapitän Granqvist mit einem umstrittenen Handelfmeter (50.), den Naldo verursacht hatte, und der Brasilianer Wanderson (86.).

          „Jetzt können wir alles selbst bestimmen“, sagte Manager Klaus Allofs zur neuen Ausgangslage in der Europa League. „Das sieht jetzt gut aus.“  Nach dem torlosen Remis zwischen dem OSC Lille und dem FC Everton sind die Niedersachsen mit einem Punkt Rückstand hinter dem Club aus Liverpool schon Gruppen-Zweiter.

          Beim Ausflug in den Kaukasus war trotz der vier Treffer kein Stürmer sondern Torwart Diego Benaglio bester Spieler des Bundesliga-Fünften. Der Schweizer zeigte mehrfach tolle Paraden gegen die stürmischen Russen. „Man braucht so einen Torhüter, wenn man im Europapokal spielt“, lobte VfL-Trainer Dieter Hecking.

          Die Hausherren bestimmten in ihrem neuen schmucken Stadion vor knapp 20.000 Zuschauern das Geschehen. Zunächst vergaben Mauricio Pereyra (9.) und Ricardo Laborde (21.) guten Möglichkeiten für die Hausherren. Wenn Torhüter Benaglio nicht gewesen wäre, die Gäste wären einem Rückstand hinterhergelaufen. Einen abgefälschten Ball von Naldo kratzte der Schweizer Keeper gerade so von der Linie.

          „Wir haben gesehen, warum ich gewarnt habe. Wir hatten anfangs Probleme mit dem Gegner. Im Verlauf des Spiels haben wir es besser gemacht. Wir haben die passende Antwort gegeben“, sagte Hecking.

          Ein Eigentor von Granqvist brachte die Gäste urplötzlich in Führung. Nach einer Flanke von Kevin De Bruyne wurde der Schwede von Ivica Olic bedrängt und konnte den Ball nur über die Linie grätschen. Der Kroate verletzte sich bei der Aktion leicht, konnte aber in seinem 75. Europapokalspiel weitermachen, ehe er kurz vor Schluss für den Niederländer Bas Dost ausgewechselt wurde. 

          Die Russen agierten weiter gefälliger, Benaglio rettete kurz vor der  Pause die Führung, parierte erneut stark gegen Ari. Mit dem Brasilianer hatten die Wolfsburger ihre Schwierigkeiten.

          Doch nach der Pause änderte sich das Bild. Nach 40 Sekunden sorgte De Bruyne mit einem fulminanten Schuss für die 2:0-Führung. Fünf Minuten später war alles wieder offen. Naldo verursachte einen umstrittenen Handelfmeter, als ihm der Ball an die Schulter sprang. Kapitän Granqvist verwandelte den Elfmeter sicher.  Danach berannten die Russen das Tor der Wolfsburger. Immer wieder stand Torhüter Benaglio im Blickpunkt und alles deutete auf den Ausgleich.

          Doch die Wolfsburger konnten sich mit ihrem effektiven Spiel durchsetzen. Es war Gustavo, der mit seinem Fernschuss-Treffer die Partie beruhigen konnte. Für den Brasilianer war es ein glücklicher Tag, denn kurz zuvor war er wieder in die Nationalmannschaft berufen worden. Alles klar machte dann der Belgier De Bruyne, der einen Konter souverän mit seinem zweiten Treffer abschloss.

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