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Fußball in Corona-Krise : Die dritte Liga bietet ein furioses Finale

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Was kommt da noch auf uns zu? Auch Hansa Rostock kann noch in die zweite Bundesliga aufsteigen. Bild: dpa

Um den Corona-Neustart der dritten Liga gab es viel Streit. Nun steht der letzte Spieltag an. Und die Spannung im Kampf um den Aufstieg ist enorm. Noch fünf Teams können den Sprung in die zweite Bundesliga schaffen.

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          Fünf Teams, zwei Tickets: Das Aufstiegsrennen in der dritten Fußball-Liga gipfelt am Samstag im spannendsten Finale seit mehr als einem Jahrzehnt. Fix ist nur der Aufstieg von Braunschweig, dahinter kämpfen Würzburg, Ingolstadt, Duisburg, Rostock und 1860 München um das Traumziel zweite Bundesliga.

          3. Liga

          Die besten Karten haben die Würzburger Kickers, die im schlechtesten Fall noch auf den Relegationsrang zurückfallen. Und Trainer Michael Schiele legte schon mal den ungewöhnlichsten Auftritt vor dem Saison-Finale hin. Mit „Männer, passt mal auf“, begann der 42-Jährige einen Monolog nach der ersten Frage der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Halle. Nach 148 Sekunden Lobpreisung von Mannschaft und Mitarbeitern stand Schiele auf und ging.

          Schiele blieb sachlich, griff niemanden an. Dem Coach war sehr daran gelegen, seine Botschaft zu übermitteln. „Wir werden nicht auf Unentschieden spielen. Ich denke nicht an die Relegation. Wir haben es selbst in der Hand, direkt aufzusteigen“, hatte Schiele nach dem 1:5 bei Viktoria Köln bei „MagentaSport“ gesagt.

          Zumindest die Relegation kann der FC Ingolstadt aus eigener Kraft schaffen – gleichzeitig bei einer Niederlage bei 1860 München aber noch von den siebtplatzierten Löwen überholt werden. „Unsere Fans freuen sich, dass wir im Finish noch dabei sind“, sagte 1860-Trainer Michael Köllner. „Das hätte uns vor der Saison keiner zugetraut. Ich bin glücklich, was wir die Saison gespielt haben. Jetzt können wir noch ein i-Tüpfelchen draufsetzen.“

          Beim MSV Duisburg sind die Mienen vor dem Spiel gegen Unterhaching eher finster. Vom 14. bis 32. Spieltag war der MSV Tabellenführer. Dann kam die Corona-Pause, und das Team geriet in eine Abwärtsspirale. Nur zehn Punkte holte Duisburg seit dem Re-Start, ist seit sechs Spielen sieglos. „Aber ich glaube an Gerechtigkeit, weil wir es extrem verdient hätten“, sagte Trainer Torsten Lieberknecht. Der Relegationsrang wäre aber nur noch drin, wenn Ingolstadt nicht gewinnt und man selbst drei Punkte holt.

          Doch Duisburg ist physisch am Limit. Der Kader ist klein, hinzu kommen Verletzungsprobleme. Lieberknecht hatte die hohe Belastung durch die enge Taktung von ausschließlich englischen Wochen deshalb als „kriminell“ bezeichnet. Dagegen wehrte sich DFB-Vizepräsident Peter Frymuth. „Das war sehr intensiv für alle Beteiligten, aber mit dem Verweis, der DFB hätte nicht darüber nachgedacht – das sind dann unsachliche Argumente“, sagte der Funktionär. Vielmehr habe der DFB „den Wünschen der Vereine Rechnung getragen“, die Spiele nicht zu weit in den Juli hinein laufen zu lassen.

          Hansa Rostock war großer Verfechter einer Saison-Fortsetzung – und könnte im Endspurt belohnt werden. Wenn Ingolstadt und Duisburg nicht gewinnen, kann Rostock mit einem Sieg gegen Chemnitz noch vorbeiziehen. Der Trainer stapelt aber lieber tief. „Wir hätten in den letzten vier Spielen den einen oder anderen Punkt mehr holen müssen“, sagte Jens Härtel.

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