https://www.faz.net/-gtl-92z50

3:2 nach Verlängerung : Mainz mit Mühe gegen Kiel

  • Aktualisiert am

Am Ende freut sich rot-weiß: Mainz gewinnt mit einiger Mühe gegen Kiel Bild: dpa

Der FSV Mainz 05 überwindet sein Zweitrunden-Trauma im DFB-Pokal gegen Zweitliga-Klubs erst nach Verlängerung. Holstein Kiel muss im entscheidenden Moment still halten.

          2 Min.

          Der FSV Mainz hat sein Zweitrunden-Trauma im DFB-Pokal überwunden und ist mit einem 3:2 (2:2, 1:0) nach Verlängerung gegen Holstein Kiel ins Achtelfinale eingezogen. Zuletzt war dies den Rheinhessen in der Saison 2012/13 gelungen. Vor 10.441 Zuschauern erzielten Viktor Fischer (22./67. Minute) für Mainz sowie Kingsley Schindler (54.) und Dominick Drexler (75.) für Kiel jeweils per Foulelfmeter die Tore in der regulären Spielzeit. Für die Entscheidung zugunsten des Bundesligaklubs gegen starke Kieler sorgte Daniel Brosinski mit einem Freistoßtor (101.).

          Die Mainzer wollten es nach dem Ausscheiden 2015 und 2016 jeweils in der zweiten Pokal-Runde gegen Zweitliga-Vertreter diesmal besser machen. Zudem wollte der Bundesliga-Zwölfte nach dem frustrierenden 0:2 bei Schalke 04 und vor dem Rhein-Main-Derby am Freitag gegen Eintracht Frankfurt wieder Selbstbewusstsein gewinnen. Die Gastgeber legten auch mit Elan los, aber in den ersten 20 Minuten noch ohne rechten Plan gegen den Überraschungsaufsteiger und Zweitliga-Tabellenzweiten. Erst in der 22. Minute gelang den Mainzern ein sehenswerter Spielzug, den der Däne Fischer nach raffiniertem Pass von Brosinski aus zwölf Metern zum 1:0 vollendete.

          DFB-Pokal

          Nach dem Rückstand waren die Kieler aber keineswegs geschockt, machten nun ihrerseits Druck. In der 29. Minute setzte Marvin Ducksch, Holsteins bester Torschütze mit elf Treffern, mit einem Kopfball über die Latte ein Ausrufungszeichen. Wenig später konnte 05-Torwart René Adler nur mit einer Glanzparade einen 22-Meter-Schuss von Schindler noch über das Gehäuse bugsieren. Fünf Minuten später hatten die Gäste Glück, dass nach herrlichem Pass von Jean-Philippe Gbamin der völlig freistehende Fischer sein zweites Tor mit einem schwachen Schuss vergab. Kurz danach brannte es wieder vor dem Mainzer Tor - und Adler wurde erneut zum Retter, als er einen Schuss von Ducksch (39.) aus kurzer Entfernung bravourös abwehrte. Dabei verletzte er sich. Für ihn kam Ersatzkeeper Robin Zentner. Kurz vor der Pause hatte sein Kieler Kollege Kenneth Kronholm Glück, als ihm bei einer Rückgabe der Ball versprang und gegen den Pfosten prallte.

          Bilderstrecke

          Kurz nach dem Wiederanpfiff hätte beinahe der Kieler Dominik Schmidt (52.) ein Eigentor produziert, als ihn Fischer anschoss und der Verteidiger den Ball vor der Torlinie noch wegdreschen konnte. Statt des vorentscheidenden 2:0 für Mainz gelang Kiel zwei Minuten danach der Ausgleich per Foulelfmeter: Gbamin foulte Schindler, der selbst zum 1:1 einschoss.

          Doch die Gastgeber konterten und gingen erneut durch Fischer mit 2:1 in Führung, die nicht lange hielt. In der 75. Minute konnte Zentner einen Schuss nicht festhalten, foulte den nachsetzenden Drexler, der den zweiten Strafstoß verwandelte.

          In der Verlängerung lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. In der 101. Minute entschied schließlich Brosinski mit einem Freistoß-Traumtor in den rechten Winkel den dramatischen Pokalkampf.

          Weitere Themen

          „Das finden die richtig gut“

          Fußball trotz Corona : „Das finden die richtig gut“

          Trotz der Corona-Krise wird in Weißrussland weiter Fußball gespielt. Der frühere deutsche Nationalspieler Thomas Brdaric arbeitet einst in Minsk und erklärt, warum nicht aufgehört wird und was die Einheimischen denken.

          Topmeldungen

          CSU-Chef Markus Söder

          Kanzlerfrage bei der Union : Söder überholt Merz

          Bayerns Ministerpräsident hat unter potentiellen Kanzlerkandidaten der Union inzwischen mit Abstand den größten Zuspruch. Friedrich Merz und Armin Laschet sind laut einer Umfrage weit abgeschlagen.
          Ungebrochene Nachfrage: Ein Kurier liefert in New York City Amazon-Pakete aus.

          Der Gigant und die Krise : „Amazon ist fast schon systemrelevant“

          Die Handelsplattform versorgt die Kunden in Corona-Zeiten mit dem Wichtigsten und baut ihre Marktanteile aus. Doch das Wachstum bringt auch Probleme mit sich. Noch ist nicht klar, wie der Onlinehandel nach der Krise aussehen wird.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.