https://www.faz.net/-gtl-9ee2q

3:2 für Leverkusen : Bayer dreht das Spiel in Rasgrad

  • Aktualisiert am

Aus 0:2 noch ein 3:2 gemacht: Bayer Leverkusens Kiese Thelin und Wendell freuen sich schon mal über das zwischenzeitliche 2:2 Bild: Reuters

Zum Auftakt der Europa League gelingt Bayer Leverkusen nach 0:2-Rückstand noch ein 3:2-Erfolg. Überragender Mann auf dem Platz ist Jungstar Havertz, der zwei Tore erzielt.

          Jung-Nationalspieler Kai Havertz hat Bayer Leverkusen aus der Krise heraus einen Sieg der Moral gesichert. Der 19-Jährige war mit zwei Toren der überragende Mann beim 3:2 (1:2)-Erfolg der Werkself zum Auftakt der Europa League am Donnerstag beim bulgarischen Serienmeister Ludogorez Rasgrad.

          Havertz, der elf Tage zuvor sein Debüt in der A-Nationalmannschaft gegeben hatte, leitete nach dem frühen 0:2-Rückstand die Aufholjagd ein (38.) und erzielte nach dem Ausgleich von Neuzugang Isaac Kiese Thelin (64.) auch das Siegtor (69.). Zuvor schien sich die Bayer-Krise nach den Toren von Claudiu Keserü (8.) und Marcelinho (31.) weiter zu verschärfen.

          Europa League
          ANZEIGE

          Die Werkself zeigte aber Comeback-Qualitäten und ließ sich auch von dem denkbar schlechten Start nicht aus dem Konzept bringen. Zwar erwies sich die Leverkusener Hintermannschaft  gegen den mit vielen Brasilianern aufspielenden Serienmeister aus Bulgarien anfällig, doch in der Offensive zeigte Bayer sein ganzes Potential.

          Es dauerte allerdings gerade einmal acht Minuten, bis Bayer schon wieder hinten lag. Mit einem Freistoß überwand Keserü den etwas unglücklich aussehenden Keeper Hrádecký, dessen Einsatz sich erst kurzfristig ergeben hatte. Der Keeper hatte vor drei Jahren in einem Qualifikationsspiel für Bröndby IF die Gelb-Rote Karte gesehen, die Sperre war aber laut der Uefa verjährt.

          Trainer Heiko Herrlich, der im Stadionheft mit Torwarttrainer David Thiel verwechselt worden war, registrierte das Gegentor mit versteinerter Miene. Doch es kam noch schlimmer. Nach einem leichtsinnigen Ballverlust von Kapitän Lars Bender legte Wanderson den Ball mustergültig auf seinen Landsmann Marcelinho auf, der den Ball über die Linie bugsierte.

          Und Bayer? Die Leverkusener, die ihre Startelf auf vier Positionen veränderten, drängten zwar auf das Tor der Bulgaren. Zu echten Torchancen reichte es aber nur selten. Bei einem Schussversuch des neu ins Team gerückten Paulinho war im letzten Moment noch ein Bein der Gastgeber dazwischen (22.), ein Kopfball von Bender ging knapp vorbei (29.). Dazu setzte Havertz einen Schuss neben das Tor (33.). Besser machte es der Jung-Nationalspieler bei seinem Anschlusstor, als er mit einem plazierten Schuss aus 20 Metern traf.

          Zur Pause brachte Herrlich Kevin Volland für Paulinho ins Spiel, um mehr Torgefahr zu entwickeln. Der frühere Hoffenheimer hatte dabei Pech, als er eine scharfe Hereingabe von Wendell knapp verpasste (58.). Die Rheinländer warfen nun alles nach vorne. Und der Dauerdruck zahlte sich aus: Erst traf Kiese Thelin, nachdem Ludogorez-Torhüter Renan den Ball nur nach vorne abprallen ließ. Dann setzte abermals Havertz einen satten Schuss ins Tor.

          Weitere Themen

          Kältekammer für müde Pferdebeine Video-Seite öffnen

          Cryotherapie : Kältekammer für müde Pferdebeine

          Auch Rennpferde sind Hochleistungssportler. Was bei den Menschen das Eisbad nach einem harten Training ist, ist für Pferde neuerdings die Cryokammer. Die Tiere werden in einen Behälter geführt, in dem die Temperatur auf -140 C° heruntergekühlt wird.

          Topmeldungen

          Fed-Präsident Jerome Powell : Der Buhmann, der nicht golfen kann

          Jerome Powell lenkt die mächtigste Zentralbank der Welt. Der Fed-Chef schlägt eine fast aussichtslose Schlacht – auch gegen seinen eigenen Präsidenten. Nun warten Anleger und Politiker in der ganzen Welt auf eine Rede von ihm.
          Sie kann für ihre Wikingerfahrt keine Mannschaft gebrauchen, der die einfachsten geographischen Grundbegriffe fehlen: Greta Thunberg.

          Klimadebatte : Gretas kindische Kritiker

          Das Kindische an der Klimadebatte ist die gespielte Naivität der Kritiker Greta Thunbergs. Der Kulturhistoriker Johan Huizinga hatte einen Begriff für solches Verhalten, mit dem eine Gesellschaft hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.