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3:1 gegen Villarreal : Bayerns Spaziergang zum Gruppensieg

  • -Aktualisiert am

Hand drauf: Bayerns Torschützen Ribery (l.) und Gomez Bild: dpa

Gegen überforderte Spanier genügt dem FC Bayern eine solide Leistung, um als Gruppensieger in Champions-League-Achtelfinale einzuziehen. Franck Ribéry hat einen starken Abend.

          2 Min.

          Es lief nicht alles perfekt beim FC Bayern München, aber dank Franck Ribéry schaffte der deutsche Rekordmeister den nächsten Sieg in der Champions League und damit die vorzeitige Qualifikation für das Achtelfinale.

          Ribéry war beim 3:1 gegen den FC Villarreal am Dienstagabend der überragende Akteur und erzielte zwei Tore, für den dritten Treffer sorgte Mario Gomez. Die Münchner wirkten vor 66.000 Zuschauern im eigenen Stadion aber nach der frühen Führung und einigen vergebenen Torchancen plötzlich nicht mehr ganz souverän und mussten sogar den Anschlusstreffer durch de Guzman hinnehmen, ehe sie ihre Klasse doch wieder ausspielten und letztendlich den Gegner klar beherrschten.

          Sie haben nun nicht nur vorzeitig die nächste Runde erreicht haben, sondern sind auch vor dem letzten Vorrundenspiel am 7. Dezember bei Manchester City vom ersten Platz der Gruppe A nicht mehr zu verdrängen, weil die Engländer gleichzeitig 1:2 in Neapel verloren.

          Einfache Übung: Ribery schießt früh das 1:0 Bilderstrecke

          Die Bayern spielten zwar mit Robben, aber doch nicht so wie gegen Dortmund. Heynckes ließ Thomas Müller zunächst auf der Bank und schickte Toni Kroos wieder auf die Zehnerposition, am Samstag hatte er noch die Rolle des verletzten Bastian Schweinsteiger im defensiven Mittelfeld übernommen - nicht schlecht, allerdings fehlte er dem Offensivspiel als Ideengeber.

          Der Bayern-Trainer kehrte zu seinem Anfangsplan zurück, mit David Alaba und Anatoli Timoschtschuk in der Zentrale. Es dauerte nicht lange, bis die Bayern die Basis für den vierten Sieg in der Vorrunde legten - mit freundlicher Unterstützung des Gegners.

          Villarreals Carlos Marchena spielte aus fünf Metern Kroos den Ball in die Füße. Der passte zu Franck Ribéry, und der Franzose lupfte den Ball über Torwart Diego Lopez ins Netz. Gerade zwei Minuten waren gespielt, da führten die Münchner 1:0. Der Auftritt der Spanier kam in der Anfangsphase Arbeitsverweigerung gleich.

          Miserables Zweikampfverhalten, kein Drang, den Ball zu erobern, geschweige denn, einen Angriff zu kreieren - die Mannschaft von Trainer Juan Carlos Garrido schien nicht von Anfang nicht daran zu glauben, ein Stolperstein für die Münchner werden zu können.

          Aber der FC Bayern vergab gute Chancen durch Timoschtschuk und den zunächst eifrigen Robben. Der Niederländer verharrte anders als gegen Dortmund nicht auf der rechten Seite, sondern zog immer wieder in die Mitte und war damit besser ins Spiel eingebunden. Allmählich wagten sich die Spanier öfters in die gegnerische Hälfte, zeigten aber noch mehr Engagement beim Lamentieren, als sie sich lautstark über ein angebliches Handspiel von Philipp Lahm beschwerten.

          Im Gegenzug gelang dann den Bayern das 2:0. Timoschschuk traf aus der Distanz zwar nur den Pfosten, aber den Abpraller bugsierte Mario Gomez ins Tor - allerdings aus abseitsverdächtiger Position. Die Bayern ließen es nun ruhiger angehen, aber dass das auch mal schiefgehen, hätten sie beinahe im Anfang November in Augsburg erfahren müssen, als sie nach einer 2:0-Führung noch um den Sieg zittern mussten. Und auch dieses Mal wurden sie für ihre Nachlässigkeit bestraft.

          Gegentreffer als Warnschuss

          In der 50. Minute unterlief Kroos im Mittelfeld ein Fehlpass, Joan Oriol konnte auf der linken Seite unbedrängt bis zur Strafraumgrenze vordringen, dort flankte er über die Abwehr hinweg auf den auf der anderen Seite lauernden Jonathan de Guzman, der den Ball volley ins Tor schoß. Immerhin war der Gegentreffer Warnschuss genug für die Münchner, um sich wieder auf ihr Spiel zu konzentrieren.

          Vor allem Ribéry war in der Folgezeit bemüht, den Vorsprung wieder auszubauen. Zunächst erfreute er das frierenden Publikum auf den Rängen mit einem feinen Fallrückzieher aus zwölf Metern, der allerdings das Tor knapp verpasste (54.), ein paar Minuten später versuchte er es, mit einem Kopfball, der aber ging deutlich am Tor vorbei.

          Von seinem Pendant auf der anderen Seite, Robben, war in der zweiten Hälfte nicht mehr viel zu sehen, er wurde ein Viertelstunde vor dem Ende ausgewechselt, für ihn kam Ivica Olic. Das Spiel der Münchner lief nun fast ausschließlich über links, über den Franzosen.

          Ribéry gelang dann auch in der 69. Minute das für Bayern erlösende dritte Tor, wieder nach Vorarbeit des umsichtigen Kroos. Bald darauf durfte der Franzose zum Duschen - und die Bayern schafften es jetzt auch ohne ihn, Villarreal in Schach zu halten.

          Bayern München - FC Villarreal 3:1 (2:0)

          Bayern München: Neuer - Rafinha, van Buyten, Boateng, Lahm - Timoschtschuk, Alaba - Robben (76. Olic), Kroos, Ribéry (81. Pranjic) - Gomez (72. Müller)
          FC Villarreal: Diego López - Mario Gaspar, Musacchio, Marchena, Joan Oriol - de Guzman (63. Mubarak Wakaso), Bruno Soriano, Ángel López (70. Marcos Senna), Hernan Pérez - Borja Valero (78. Joselu) - Ruben
          Schiedsrichter: Strömbergsson (Schweden)
          Zuschauer: 66 000 (ausverkauft)
          Tore: 1:0 Ribéry (3.), 2:0 Gomez (23.), 2:1 de Guzman (50.), 3:1 Ribéry (69.)
          Gelbe Karten: - / Borja Valero, Ruben, Ángel López

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