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3:0 bei Getafe : Stuttgart bleibt in Europa ungeschlagen

  • Aktualisiert am

Er zeigt die Faust zum Zeichen der Freude: Timo Gebhart Bild: REUTERS

Der VfB Stuttgart hat als erste deutsche Mannschaft die K.o.-Runde in der Europa League erreicht. Die in der Fußball-Bundesliga schwächelnden Schwaben gewannen beim spanischen Vertreter FC Getafe mit 3:0.

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          Der VfB Stuttgart hat in der Europa League nach einer überzeugenden Leistung den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde geschafft. Die in der Bundesliga noch immer hinter ihren Erwartungen herhinkenden Schwaben gewannen auch beim FC Getafe überraschend klar mit 3:0 und haben damit aus vier Spielen die Maximalpunktzahl zwölf geholt. „Der Auftritt der Mannschaft hat mir gefallen. Jeder glänzt auf seine Art und Weise, die Mannschaft war taktisch gut eingestellt und hat beherzt gespielt“, hatte VfB-Manager Fredi Bobic schon zur Halbzeit des Auftritt des souveränen Tabellenführers in Pool H gelobt.

          Zunächst sorgte Ciprian Marica (26. Minute) für die erhoffte Führung. Der erst kurz zuvor eingewechselte Timo Gebhart erhöhte Mitte der zweiten Halbzeit auf 2:0 (64.). Martin Harnik sorgte schließlich mit seinem Kopfballtor zum 3:0 für die endgültige Entscheidung für den VfB Stuttgart (76.). Getrübt wurde der klare Erfolg in Spanien lediglich durch den Platzverweis für Marica (79.).

          Keller: „Wir haben eine wichtige Mission“

          VfB-Trainer Jens Keller hatte nach der ersten Niederlage in seiner kurzen Amtszeit (0:2 beim VfL Wolfsburg) mit einigen Umstellungen in der Startelf überrascht. U21-Nationalspieler Patrick Funk feierte sein Startelf-Debüt, auch Kapitän Matthieu Delpierre kehrte nach überstandenen Knieproblemen ins Team zurück. Dafür saßen mit Blick auf das Bundesliga-Spiel am Sonntag gegen Werder Bremen die Leistungsträger Cacau, Christian Gentner und Christian Träsch zu Beginn nur auf der Bank. „Das Thema Bundesliga sollte nicht aus den Köpfen. Wir haben eine wichtige Mission und wichtige Spiele, die Bundesliga sollte immer im Hinterkopf da sein“, hatte Keller vor dem Spiel erklärt.

          Gruß des Torschützen: Ciprian Marica nach seinem Treffer zum 1:0
          Gruß des Torschützen: Ciprian Marica nach seinem Treffer zum 1:0 : Bild: REUTERS

          Trotzdem wirkte seine Mannschaft hochkonzentriert und kontrollierte über weite Strecken der ersten Hälfte die Partie gegen die ersatzgeschwächten Gastgeber. Die ersten gefährlicheren Aktionen hatte in der 14. und 22. Minute Ciprian Marica, beide Schüsse wurden jedoch von Keeper Oscar Ustari noch sicher pariert. In der 26. Minute leistete der Torhüter jedoch große Hilfestellung zum 0:1, als er einen haltbaren 22-Meter-Schuss des Rumänen über die Linie rutschen ließ. Marica hatte bereits im Hinspiel den 1:0-Siegtreffer gegen die Spanier erzielt. In der 37. Minute traf Martin Harnik den Pfosten, drei Minuten später scheiterte der Österreicher freistehend aus fünf Metern an Ustari (40.). „Das einzige Manko ist, dass wir hier nicht 2:0 oder 3:0 führen“, sagte Bobic nach 45 Minuten.

          Platzverweis trübte die Freude

          In der zweiten Hälfte bemühten sich die Gastgeber um mehr Offensivgeist, brachten aber kaum gefährliche Aktionen zustande. Dafür fielen sie durch rüde Fouls gegen Cristian Molinaro und Serdar Tasci auf. Der Nationalspieler musste mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden - und sechs Minuten später sorgte der für ihn gekommene Gebhart auf Pass von Weltmeister Mauro Camoranesi für die Entscheidung. Den Endstand markierte Harnik, der nach einer Flanke von Arthur Boka auf dem Boden liegend mit einem artistischen Kopfball zum Endstand traf (76.).

          Einziger Negativpunkt beim gelungenen Auftritt in Spanien war die Rote Karte gegen Marica. Nach einer Tätlichkeit wurde der Torschütze in der 79. Minute vom Platz gestellt.

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