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Nach zehn sieglosen Spielen : Bielefeld entlässt Trainer Saibene

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Nach zehn Spielen ohne Sieg muss Trainer Jeff Saibene (links) seinen Posten räumen. Auch sein Assistent Carsten Rump muss gehen. Bild: dpa

Noch in der vergangenen Saison verpasste Jeff Saibene mit Bielefeld nur knapp die Relegation zur Bundesliga. Nun kriselt es auf der Alm gehörig – und der Luxemburger muss die Arminia verlassen.

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          Die Uhr von Hoffnungsträger Jeff Saibene beim Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld ist abgelaufen: Einen Tag nach dem enttäuschenden 1:1 im Kellerduell gegen den SV Sandhausen musste der 50 Jahre alte Luxemburger, der in der vergangenen Saison für eine Renaissance des ehemaligen Bundesligisten im Fußball-Unterhaus gesorgt hatte, gehen.

          „Ich bedanke mich bei der Mannschaft, dem Klub und den Fans von Arminia Bielefeld für eine wunderschöne und erfolgreiche Zeit“, sagte Saibene dem SID. Die Erinnerungen an die Zeit auf der Alm „sind absolut positiv, weil wir uns gemeinsam aus einer schwierigen Situation gerettet und in der Liga stabilisiert haben“. Natürlich sei es schade, dass „meine Zeit hier jetzt zu Ende geht. Ich bedauere das sehr, weil ich überzeugt davon bin, dass wir unsere Ziele erreicht hätten. Dennoch wünsche ich der Arminia und allen, die mit dem Klub fiebern, alles Gute!“

          Der Verein kam jedoch zu einer anderen Auffassung. „In dieser Spielzeit ist die erhoffte sportliche Entwicklung leider ausgeblieben. Wir sehen das Erreichen unserer Ziele als gefährdet an“, sagte Samir Arabi, Geschäftsführer Sport bei der Arminia. Nach zehn Pflichtspielen in Folge ohne Sieg wurde vom ostwestfälischen Traditionsklub die Reißleine gezogen.

          Saibene beklagt Abseits bei SVS-Treffer

          Über die Nachfolge will Bielefeld zeitnah informieren. Der Fußballlehrer war 20 Monate auf der Alm tätig gewesen, mit Saibene musste auch Co-Trainer Carsten Rump gehen.

          Eine Überraschung hatte es vor dem Spiel gegen Sandhausen im personellen Bereich der Arminia gegeben. Die Partie gegen Sandhausen fand ohne Bielefelds Kapitän Julian Börner statt, der aus disziplinarischen Gründen nicht im Kader stand. „Es ist nichts richtig Schlimmes passiert“, sagte Saibene laut „kicker“ nach dem Spiel, „aber es hat gereicht, ihn aus dem Kader zu streichen.“

          Generell war der Luxemburger nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Elf gegen die Sandhäuser. „Wir hatten das Spiel eigentlich im Griff und waren überlegen. Dann war das Gegentor ein Nackenschlag. Ich habe selten in meinem Leben ein so klares Abseitstor gesehen“, resümierte er.

          Der Chefcoach hatte lange Zeit große Erfolge bei der Arminia vorzuweisen. Er bewahrte in seiner ersten Zeit in der Saison 2016/17 als Retter die Arminia vor dem Abstieg und führte das Team in der vergangenen Spielzeit überraschend auf den vierten Tabellenplatz, die Teilnahme an der Relegation zur Bundesliga wurde knapp verpasst.

          In dieser Saison scheint hingegen wieder Abstiegskampf angesagt zu sein. Zurzeit belegt Bielefeld mit 15 Punkten aus 16 Spielen den 14. Tabellenplatz.

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