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2:3 in Zürich : Leverkusen verspielt seine gute Lage

  • Aktualisiert am

Schweizer Freude: Toni Domgjoni wirkt auch nach seinem Tor eher bissig Bild: AFP

Bayer Leverkusen muss in der Europa League die erste Niederlage hinnehmen. Obwohl Bellarabi die Partie nach dem Pausenrückstand mit zwei Toren dreht, reicht es nicht beim FC Zürich.

          Jetzt schwächelt Bayer Leverkusen auch noch in der Europa League. Nach zwei Siegen zum Auftakt haben die in der Liga schwach gestarteten Rheinländer auch auf internationaler Bühne ihre erste Niederlage kassiert. Beim FC Zürich verlor der Bundesliga-13. am Donnerstagabend trotz eines sehenswerten Doppelschlags von Karim Bellarabi verdient mit 2:3 (0:1).

          Europa League
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          Während der Schweizer Pokalsieger im zwölften Europacup-Vergleich erstmals einen Bundesligaklub besiegte und mit neun Punkten aus drei Spielen fast schon für die K.o.-Runde qualifiziert ist, muss Bayer nun wieder um das Weiterkommen bangen.

          Der Druck auf Trainer Heiko Herrlich ist vor den schweren Auswärtsspielen in Bremen am Sonntag in der Liga und Mönchengladbach am kommenden Mittwoch im DFB-Pokal weiter angewachsen. Die Tore für die vom ehemaligen Bundesliga-Profi Ludovic Magnin trainierten Schweizer erzielten Antonio Marchesano in der 44. Minute, Toni Domgjoni (59.) und Stephen Odey (78.). Bellarabi hatte die Partie vor 12 427 Zuschauern zwischenzeitlich gedreht (50./53.).

          Bayer tat sich von Beginn an schwer und wirkte uninspiriert. Zwar erarbeiteten sich die Rheinländer in den ersten Minuten ein Ballbesitz-Plus, im letzten Spielfeld-Drittel fehlte ihnen jedoch die Durchschlagskraft. Die Gastgeber waren gefährlicher: Adrian Winter steckte den Ball durch auf Domgjoni, der jedoch freistehend am stark reagierenden Lukas Hradecky im Bayer-Tor scheiterte (3.).

          Herrlich hatte seine Startformation im Vergleich zum 2:2 am Samstag in der Bundesliga gegen Hannover 96 auf gleich fünf Positionen verändert. Der gewünschte Effekt blieb jedoch aus. Vorne spielte Bayer weiter harmlos, hinten konnte sich die Werkself bei Hradecky und beim Pfosten bedanken, dass es immerhin bis kurz vor der Pause 0:0 stand. Erst rettete der 28 Jahre alte Keeper im Eins-gegen-Eins gegen Odey (27.). Neun Minuten später traf FCZ-Verteidiger Andreas Maxsö nur das Torgestänge.

          Kurz vor der Halbzeit schlugen die Schweizer dann aber doch noch zu. Zürichs Kevin Rüegg setzte sich rechts im Strafraum durch, passte flach in die Mitte und dort musste Marchesano nur noch den Fuß hinhalten, um sein erstes Europapokal-Tor zu erzielen.

          Nach dem Seitenwechsel zeigte Bayer zunächst Comeback-Qualitäten. Herrlich hatte zweimal getauscht und unter anderem Stürmer Kevin Volland gebracht und Kapitän Lars Bender von rechts in die Mitte gezogen, doch ein anderer gab dem Spiel kurzzeitig eine neue Wendung: Karim Bellarabi drosch den Ball zweimal auf fast identische Art und Weise fulminant in den Winkel. Beide Treffer bereitete der im ersten Durchgang noch blasse Kai Havertz vor.

          Leverkusen spielte nun deutlich druckvoller, doch der FCZ kam zurück. Domgjoni schoss, Sven Bender fälschte ab und es stand 2:2. Und es kam noch schlimmer für Leverkusen: Nach einer Flanke von Jagne Pa Modou spitzelte Odey den Ball mit viel Gefühl an Hradecky vorbei ins Leverkusener Tor. Von diesem Gegentreffer erholte sich Herrlichs Team nicht mehr.

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