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2:2 in Paris : Messi fehlt Barcelona vorerst

  • Aktualisiert am

Oh, weh: Lionel Messi verletzt sich am Oberschenkel und muss pausieren Bild: AFP

Der FC Barcelona verschafft sich bei Paris Saint-Germain eine gute Chance auf das Erreichen des Halbfinals, obwohl er in der Nachspielzeit den Sieg aus der Hand gibt. Vorerst müssen die Katalanen aber auf den verletzten Messi verzichten.

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          Der FC Barcelona hat sich im Champions-League-Duell mit Paris Saint-Germain durch ein 2:2 (1:0) eine gute Chance auf das Halbfinale verschafft, muss aber im Rückspiel am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr / Live im Champions-League-Ticker bei FAZ.NET) auf den in der Halbzeit verletzt ausgewechselten Weltfußballer Lionel Messi verzichten. Der Argentinier zog sich eine Oberschenkelverletzung zu. Messi werden sich am Mittwoch weiteren Untersuchungen unterziehen müssen, teilte der Verein mit.

          Zudem muss Barcelona vorläufig auch auf Javier Mascherano verzichten. Der Defensivspezialist verletzte sich bei einem Zusammenprall mit Teamkollege Jordi Alba am rechten Knie und fällt bis zu sechs Wochen aus. Damit gerät Barça in der Defensive allmählich in Personalnot, nachdem bereits Carles Puyol und Adriano pausieren müssen.

          In der Nachspielzeit gaben die Katalanen am Dienstag einen schon sicher geglaubten Auswärtssieg noch aus der Hand. Messi hatte nach einem Zauberpass von Dani Alves mit seinem 59. Champions-League-Tor insgesamt und seinem 57. Treffer wettbewerbsübergreifend in dieser Saison Barça in Führung geschossen. Nach dem 1:1 durch Zlatan Ibrahimovic (79.) und der neuerlichen Barcelona-Führung durch Xavi (89./Foulelfmeter) sah alles nach einem Sieg der Gäste im Pariser Prinzenpark aus. Doch Blaise Matuidi (90.+4) sicherte Paris in der Nachspielzeit das Remis.

          Bei seinem Comeback auf der Trainerbank bekam Barça-Coach Tito Vilanova anfangs erstaunliche Schwierigkeiten seiner Mannschaft zu sehen. Der Trainer saß erstmals nach seiner gut zweimonatigen Krebsbehandlung wieder am Spielfeldrand.

          Beckham eher unauffällig

          PSG begann die Partie unter der Leitung des deutschen Schiedsrichters Wolfgang Stark (Ergolding) sehr diszipliniert und engagiert. Barça hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, Paris aber die besseren Torchancen. Ezequiel Lavezzi traf nur den Pfosten (5.), Javier Pastore prüfte mit einem Distanzschuss Barcelona-Schlussmann Víctor Valdés (15.). Auch bei einem Freistoß des schwedischen Superstars Zlatan Ibrahimovic zeigte sich Valdes reaktionsschnell (19.).

          Das Herz in die Hand genommen: Matuidi trifft in der Nachspielzeit
          Das Herz in die Hand genommen: Matuidi trifft in der Nachspielzeit : Bild: AFP

          Die Gastgeber, bei denen David Beckham in der Startelf stand und nach 70 eher unauffälligen Minuten ausgewechselt wurde, stellten den Champions-League-Sieger von 2011 zunächst vor einige Probleme. Dann aber spielten die Katalanen ihre einzigartige Klasse aus und gingen durch ein fantastisch herausgespieltes Tor in Führung. Dani Alves spielte aus dem zentralen Mittelfeld einen langen Pass mit dem Außenrist in den Strafraum. Messi schien die erstaunliche Flugkurve des Balles erahnt zu haben, suchte mit links direkt den Abschluss und ließ dem italienischen PSG-Torwart Salvatore Sirigu keine Chance.

          Ibrahimovic trifft gegen den früheren Klub

          Nach dem Wechsel blieb der argentinische Weltfußballer wegen einer Oberschenkelverletzung in der Kabine und wurde durch Cesc Fabregas ersetzt. Die einheimischen Fans im Prinzenparkstadion warteten zunächst vergeblich auf einen Sturmlauf ihres Teams. Die Katalanen präsentierten sich ballsicher und konzentriert - bis zur 79. Minute. Thiago Silva köpfte gegen den Pfosten und Ibrahimovic schob den Ball gegen seinen früheren Klub aus kurzer Distanz über die Linie. Xavi schien die Entscheidung per Elfmeter besiegelt zu haben, doch Matuidi erzielte mit der letzten Aktion vor dem Schlusspfiff noch das 2:2.

          FAZ.NET-Torvideo : Bayerns Blitzstart durch Alaba

          Paris St. Germain - FC Barcelona 2:2 (0:1)

          Paris St. Germain: Sirigu - Jallet, Alex, Thiago Silva, Maxwell - Beckham (70. Verratti), Matuidi - Lucas, Pastore (76. Gameiro) - Ibrahimovic, Lavezzi (66. Ménez)
          FC Barcelona: Valdés - Dani Alves, Piqué, Mascherano (84. Bartra), Jordi Alba - Xavi, Iniesta, Busquets - Alexis Sánchez, Messi (46. Fàbregas), Villa (81. Tello)
          Schiedsrichter: Stark (Ergolding) -
          Zuschauer: 45 336
          Tore: 0:1 Messi (38.), 1:1 Ibrahimovic (79.), 1:2 Xavi (89./Foulelfmeter), 2:2 Matuidi (90.+4)
          Gelbe Karten: Beckham, Ibrahimovic, Matuidi, Sirigu / Dani Alves, Jordi Alba, Mascherano, Piqué

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