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Remis in Magdeburg : Dynamo Dresden kehrt in zweite Liga zurück

  • Aktualisiert am

Dresden ist zurück: Schwarz und gelb leuchtet bald wieder in der zweiten Bundesliga. Bild: dpa

Schon vier Spieltage vor Drittliga-Saisonende macht Dynamo Dresden den Aufstieg perfekt. Überschattet wird die Partie in Magdeburg aber von Ausschreitungen. Viele Fans dürfen gar nicht erst ins Stadion.

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          Fußball-Drittligaverein SG Dynamo Dresden hat vier Spieltage vor Saisonschluss den Aufstieg in die zweite Bundesliga perfekt gemacht. Dem Team von Coach Uwe Neuhaus reichte am Samstag im Ost-Klassiker beim 1. FC Magdeburg ein 2:2 (0:1), um nicht mehr von einem der ersten beiden Tabellenplätze verdrängt werden zu können.

          Denn die Sachsen profitierten vom gleichzeitigen Punktverlust des VfL Osnabrück, der zu Hause gegen den FSV Mainz II nur ein 1:1 erzielte. Dresden hat 14 Punkte Vorsprung auf den drittplazierten Aufsteiger Würzburger Kickers, aber nur noch zwölf Punkte sind in den letzten vier Partien zu vergeben. Damit kehren die Sachsen nach zwei Jahren ins deutsche Unterhaus zurück.

          In der mit 21.954 Zuschauern ausverkauften MDCC-Arena sorgten nach zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand Dresdens Top-Torjäger Pascal Testroet (63. Minute) und Justin Eilers (67.) mit ihren Saisontoren 18 und 20 für den nötigen Punktgewinn. Der FCM hatte durch Michel Niemeyer (41.) und Manuel Farrona Pulido (60.) verdient geführt.

          Am Rande der als Hochrisikospiel eingestuften Partie kam es zu Ausschreitungen zwischen Dresdner Fans und der Polizei. Dabei wurden einige Beamte verletzt. Zudem kamen 700 der 2000 Dynamo-Anhänger wegen ihrer „aggressiven Grundstimmung“ nicht ins Stadion. Der Verein habe damit sein Hausrecht wahrgenommen, sagte ein Polizeisprecher in Magdeburg. Vor dem Stadion hatte es Rangeleien gegeben. Zudem waren Zäune beschädigt worden. Weitere Informationen – etwa über die Zahl der Randalierer oder möglicher Festnahmen – wurden zunächst nicht gemacht.

          Es geht wieder aufwärts: Dynamo Dresden spielt nächste Saison in der zweiten Bundesliga. Bilderstrecke
          Es geht wieder aufwärts: Dynamo Dresden spielt nächste Saison in der zweiten Bundesliga. :

          Insgesamt waren rund 2000 Gäste-Anhänger in Magdeburg erwartet worden. Rund 1000 von ihnen hatten sich an einem Marsch zum Stadion beteiligt. Die Polizei war mit etwa 1000 Beamten aus sechs Bundesländern im Einsatz, um die verfeindeten Fangruppen zu trennen. Unmittelbar nach dem Treffer der Dresdner zum 2:2 musste die Partie von Bundesliga-Referee Manuel Gräfe für mehrere Minuten unterbrochen werden (69.), weil Dynamo-Fans Pyrotechnik und Rauchbomben zündeten. Bereits zu Beginn des verspätet angepfiffenen Spiels hatten Magdeburger Anhänger das Stadion in dichte Rauchschwaden eingehüllt.

          Anton Fink hat derweil als erster Spieler in der dritten Liga 100 Tore erzielt. Der 28-Jährige vom Chemnitzer FC schaffte dieses Kunststück am Samstag, als er beim 2:1 (1:0)-Heimerfolg gegen Werder Bremen II seine Saisontore Nummer 13 und 14 (12./50.) markierte. „Endlich ist es passiert. Das freut mich nicht nur für mich, sondern für das ganze Team“, sagte der gebürtige Dachauer, der dem CFC den fünften Sieg in Serie sicherte und seinen Klub damit dem Klassenverbleib ein gutes Stück näher brachte. In der Premieren-Saison der 2008 ins Leben gerufenen Liga avancierte Fink gleich zum Torschützenkönig. Auch im Jahr 2013 war er der erfolgreichste Liga-Torschütze.

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