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2:2 gegen Norwegen : DFB-Frauen bei WM-Generalprobe zweimal im Rückstand

  • Aktualisiert am

Melanie Behringer, Torschützin zum 1:1, in der norwegischen Zange Bild: AP

Schon nach vierzig Sekunden gerieten die deutschen Fußballfrauen im letzten Testspiel vor der WM gegen Norwegen in Rückstand. Die deutsche Elf zeigte Schwächen - und konnte doch noch ein Unentschieden erreichen.

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          Die deutschen Fußball-Frauen haben elf Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft in China ein Negativerlebnis gerade noch verhindert. Die Mannschaft von Trainerin Silvia Neid erreichte am Donnerstag bei der WM-Generalprobe in Mainz gegen Norwegen trotz zweimaligen Rückstandes noch ein 2:2 (1:2), muss sich bis zum Eröffnungsspiel gegen Argentinien in Schanghai am 10. September aber noch steigern. Vor 9715 Zuschauern im Bruchwegstadion ging Norwegen schon in der 1. Spielminute durch Leni Larsen Kaurin sowie Ragnhild Gulbrandsen (28.) zwei Mal in Führung. Melanie Behringer (22.) und Spielführerin Birgit Prinz (75.) konnten zum 2:2-Endstand ausgleichen. So konnte das DFB-Team ihre positive Bilanz (zwölf Siege, elf Niederlagen) im 28. Duell mit dem Rivalen verteidigen.

          Im Gegensatz zum glanzvollen 7:0 im EM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz vor acht Tagen in Koblenz (siehe auch: Deutsche Fußball-Frauen auf EM-Kurs) kam die durch die Ausfälle von Simone Laudehr und Linda Bresonik geschwächte DFB-Elf nur schwer in Gang. Schon nach 40 Sekunden ließ sich Torhüterin Nadine Angerer überraschen. Der Heber der flinken Stürmerin Leni Larsen Kaurin schien nur als Flanke gedacht. Zumindest senkte sich der Ball über die zu weit am kurzen Pfosten stehende Angerer hinweg ins Netz. Es dauerte gut eine Viertelstunde, bevor die DFB-Elf nach dem frühen Gegentor ihre Nervosität etwas ablegte und zu eigenen Chancen kam.

          Noch viel Feinarbeit bis zur WM

          Norwegens Torfrau Bente Nordby parierte einen Distanzschuss von Birgit Prinz (15.), die in ihrem 165. Länderspiel zunächst nicht wie gewohnt auftrumpfte. Mit dem 1:1 der agilen Freiburgerin Behringer, die schon gegen die Schweiz mit zwei Toren überzeugte, war der Weltmeister wieder auf Kurs, verpasste kurz darauf sogar die mögliche Führung durch Kerstin Garefrekes (24.), die aus halbrechter Position verzog. Nur vier Minuten später brachte Ragnhild Gulbrandsen die offensiv starken Skandinavierinnen erneut in Front, nachdem Angerer den Schuss von Lene Storlökken nur abklatschen konnte.

          Der Weltmeister von 1995 erwies sich auch nach dem Wechsel als unangenehmer Gegner, der ein anderes Kaliber hat als zuletzt die Schweiz, Tschechien oder Dänemark. Bereits in diesem März beim Algarve-Cup hatte Deutschland gegen Norwegen mit 1:2 verloren. Allerdings boten sich Anja Mittag (50.), die nach einer Stunde durch Petra Wimbersky ersetzt wurde, Behringer (62.) und Prinz (66.) durchaus Chancen zum Ausgleich, der Prinz nach einem Pass von Behringer eine Viertelstunde vor Schluss doch noch gelang. Doch auch die Norwegerinnen hatten nach schnellen Kontern noch Möglichkeiten zum Sieg.

          Fazit aus deutscher Sicht: Vor allem in der Defensive und im Mittelfeld, wo Spielmacherin Renate Lingor noch ihre WM-Form sucht, gibt es bis zum WM-Eröffnungsspiel gegen Argentinien noch viel Feinarbeit zu verrichten.

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