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2:0 bei Arsenal : Bayrisches Ergebnis, englisches Elfmeterschießen

Und doch noch Jubel: Toni Kroos (vorne, mit Javi Martinez) hat das Siegtor erzielt Bild: REUTERS

Das Tor zum Viertelfinale steht offen: Der FC Bayern München gewinnt beim FC Arsenal und hat sich somit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in drei Wochen geschaffen. Nur am Elfmeterpunkt präsentieren sich die Bayern englisch.

          3 Min.

          Sie bleibt ein gutes Pflaster für den FC Bayern, die Hauptstadt des  Fußball-Mutterlandes. Auf den Tag genau ein Jahr nachdem ihnen in London, im  Stadion des FC Arsenal, mit einem 3:1-Sieg die Initialzündung für den Gewinn der Champions League gelungen war (den sie dann in einem anderen Londoner  Stadion vollendeten, in Wembley), haben die Bayern sich am Mittwochabend  abermals eine gute Startposition für die nächste historische Aufgabe erarbeitet für das Ziel, als erstes Team den Champions-League-Titel erfolgreich zu verteidigen.

          Christian Eichler
          Sportkorrespondent in München.

          Dem deutschen Meister gelang ein verdienter 2:0-Sieg beim FC Arsenal durch Tore von Toni Kroos (54. Minute) und Thomas Müller (88.). Das ist ein beruhigender Vorsprung für das Rückspiel in drei Wochen. „Wir haben aber letztes Jahr gesehen, was passieren kann“, warnte Trainer Pep Guardiola nach dem Spiel. Damals mussten die Bayern nach dem 3:1-Hinspielsieg im Rückspiel bei einer 0:2-Niederlage am Ende ums Weiterkommen zittern.

          Der erste Fehlschuss: Özil scheitert an Neuer Bilderstrecke
          Der erste Fehlschuss: Özil scheitert an Neuer :

          Am Mittwoch war nun Arsenal-Torwart Wojtech Szczesny in der 38. Minute nach einem Foul an Arjen  Robben vom Platz gestellt worden, worauf David Alaba den fälligen Elfmeter an den Pfosten schoss. „Zu zehnt war es zu viel für uns heute“, sagte Arsenal Trainer Arsene Wenger. Zuvor hatte zu allem Überfluss aus Londoner Sicht auch der deutsche Nationalspieler Mesut Özil  einen Elfmeter für Arsenal vergeben, er scheiterte an Torwart Manuel Neuer.

          Herzhafte Partie

          Präsident Uli Hoeneß hatte sich „seit Wochen auf dieses Spiel“ gefreut - „wenn  man nach London fahren kann in so ein tolles Stadion gegen einen guten Gegner,  dann lacht einem das Herz im Leibe“. Und tatsächlich wurde es von der ersten  Sekunde an eine herzhafte Partie voller Wucht und Tempo. Schon nach drei  Minuten prüfte Kroos Szczesny mit einem Linksschuss aus zwanzig Metern. Mit  einem Hechtsprung nach links, mit der rechten Hand übergreifend, entschärfte  der Pole die Situation.

          Danach übernahm Arsenal für eine furiose Viertelstunde das Kommando. Der junge  Ivorer Yaya Sanogo, im Sturmzentrum überraschend statt des Franzosen Olivier  Giroud aufgeboten, zwang Neuer mit einem verdeckten Flachschuss zu einer  starken Parade. Noch mehr musste der Nationaltorwart eine Minute später zeigen,  als Jerome Boateng auf eine Finte von Özil hereingefallen war und damit einen  Elfmeter verursacht hatte. Özil schritt selber zur Ausführung, lief zögerlich  an, weil Neuer ihm keine Ecke anbot, schoss ohne Überzeugung, und so fischte  der Bayern-Torwart den ungenau platzierten, halbhohen Strafstoß mit einer Hand  weg. Özil schickte einen Fluch in den Londoner Himmel.

          Elfmeter auf englische Art

          Besonders Linksverteidiger Alaba hatte zunächst viel Mühe, die schnellen Attacken von Arsenal über seine Seite aufzuhalten. Einmal entkam ihm Alex  Oxlade-Chamberlain, und Neuer kam so gerade noch schnell genug heraus, um den  Ball wegzuschlagen. Doch nach und nach übernahmen die Bayern, vom unzufriedenen  Trainer Pep Guardiola mit ihrer hinteren Viererreihe energisch weiter nach  vorn, fast bis zur Mittellinie dirigiert, die Spielkontrolle - wobei ihrer  Dominanz noch die Penetranz fehlte. Es dauerte bis zur 35. Minute bis zur  ersten echten Chance, als Robbens Schuss nach Zusammenspiel mit Alaba am  starken Arsenal-Kapitän Per Mertesacker, einem von sieben deutschen  Nationalspielern auf dem Platz, abprallte.

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