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Ärger bei 1. FC Kaiserslautern : Lieber Pfalz statt Dubai

  • -Aktualisiert am

Der Fußball steht beim 1. FC Kaiserslautern schon lange nicht mehr im Mittelpunkt. Bild: dpa

Weil der Gläubigerausschuss sich für die Zusammenarbeit mit regionalen Investoren und gegen ein Angebot aus Dubai ausgesprochen hat, ist beim insolventen 1. FC Kaiserslautern heftiger Streit ausgebrochen.

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          Der Einstieg einer Gruppe regionaler Unternehmer als Investoren beim 1. FC Kaiserslautern sorgt beim Drittligaverein für heftigen Streit. Der Klub ging am Donnerstag sogar anwaltlich gegen öffentliche Äußerungen eines seiner Aufsichtsratsmitglieder vor. Der Aufsichtsrat Jörg Wilhelm, ein Rechtsprofessor aus der Schweiz, hatte zuvor ungewöhnlich offensiv ein vom Klub nicht angenommenes Investorenangebot aus Dubai protegiert.

          Mit teils in Reimen verfassten Posts weckte er über soziale Medien Zweifel an der Entscheidung darüber. Er sprach von „dunklen Hinterzimmern“ und davon, dass die Öffentlichkeit in die Irre geführt werde. Die Äußerungen Wilhelms seien „unerträglich und respektlos“ gegenüber den Gremien und der Gläubigerautonomie, sagt FCK-Geschäftsführer Soeren Voigt.

          Der Fußballklub befindet sich im eigenverwalteten Insolvenzverfahren. Am Mittwoch votierte der vorläufige Gläubigerausschuss der FCK-Kapitalgesellschaft einstimmig für die Zusammenarbeit mit den regionalen Investoren als Basis der Lizenz für die nächste Saison. Entscheidend dafür sind die nun folgenden Verhandlungen mit Investoren und Gläubigern.

          Der Einstieg der Investoren wird mit acht Millionen Euro für 25 Prozent der Anteile an der FCK-Kapitalgesellschaft taxiert. Das Angebot des deutschen Geschäftsmanns aus Dubai soll bei 16 Millionen Euro für 75 Prozent der Anteile gelegen haben. Diese Offerte sei „nicht annehmbar“ gewesen, sagte der vom Amtsgericht Kaiserslautern bestellte Sachwalter Andreas Kleinschmidt. „Offene Fragen“ habe es bezüglich der „Transaktionssicherheit“, des „sportlichen Konzeptes“ und dessen Vereinbarkeit mit dem Verbandsrecht gegeben.

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