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1. FC Kaiserslautern : Der ewige Chaos-Klub

Ein Trümmerbild: der einstige Fußball-Spitzenklub 1. FC Kaiserslautern Bild: Imago

Der 1. FC Kaiserslautern steht bald ohne Führung da. Die Geschäftsführer gehen, der Aufsichtsrat nähert sich seiner Auflösung, die Verhandlungen mit dem umstrittenen Investor stocken, nun will auch Markus Merk mitmischen. Das Klima ist vergiftet.

  • -Aktualisiert am
          3 Min.

          Die Führung des 1. FC Kaiserslautern droht zu zerbrechen. Am Dienstagabend gab Finanzgeschäftsführer Michael Klatt seinen Rückzug zum 31. Dezember bekannt. Bereits im September verlautbarte der FCK-Aufsichtsrat, den Vertrag mit Sportgeschäftsführer Martin Bader ebenfalls über den 31. Dezember hinaus nicht zu verlängern. Derweil steht das ohnehin nur noch kommissarisch besetzte Kontrollgremium selbst vor seiner Auflösung: Da seit Mai insgesamt sechs Aufsichtsratsmitglieder zurücktraten, findet bei einer Klubversammlung am 1. Dezember eine außerordentliche Neuwahl statt. Dieser stellen sich einige schillernde Figuren: Für öffentliche Aufmerksamkeit sorgt eine Gruppe um den in der Nähe von Kaiserslautern lebenden ehemaligen Weltschiedsrichter Markus Merk, der unter anderem mit dem ehemaligen Nationalspieler Martin Wagner und dem ehemaligen Vorstand des SC Freiburg Martin Weimer für jeweils ein Amt im Aufsichtsrat kandiert.

          Für den FCK könnten die Querelen zur existentiellen Bedrohung werden. Denn die sensiblen Verhandlungen zwischen dem Verein und seinem Investor, dem Luxemburger Unternehmer Flavio Becca, befinden sich in der finalen Phase. Becca will im Zeitraum von fünf Jahren 25 Millionen Euro investieren. Schon für die aktuelle Lizenz hat er Mittel in Höhe von rund drei Millionen Euro bereit gestellt und damit nicht nur den Spielbetrieb auf dem Betzenberg gesichert und Spielerkäufe ermöglicht, sondern auch dazu beigetragen, eine Insolvenzgefahr abzuwenden. Fraglich ist, ob er an seinen Plänen festhält, nachdem die Gemengelage derart unübersichtlich ist und seine Verhandlungspartner den Klub verlassen. „Ich habe nicht die Absicht, Millionen zu investieren, ohne zu wissen, wer wie damit umgeht“, lässt er gegenüber der F.A.Z. mitteilen. Er wolle die Entwicklung abwarten.

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