https://www.faz.net/-gtl-9he14

1. FC Kaiserslautern : Ein echter Lauterer soll es richten

  • Aktualisiert am

Sascha Hildmann: „Es war immer ein echter Traum von mir, hier als Trainer tätig sein zu dürfen.“ Bild: dpa

Der abgestürzte Pfälzer Traditionsverein setzt auf emotionale Kompetenz. Sascha Hildmann ist als Trainer zwar ein Nobody, aber ein echter Lauterer, der für die Aufgabe brennt.

          Der in die 3. Liga abgestürzte Traditionsverein 1. FC Kaiserslautern hat Sascha Hildmann als Nachfolger seines in der Vorwoche beurlaubten Trainers Michael Frontzeck vorgestellt. Der gebürtige Lauterer erhält bei den „Roten Teufeln“ einen Vertrag bis 2020. Am Donnerstag leitete Hildmann erstmals das Training beim FCK, sein Debüt an der Seitenlinie gibt er am Samstag (14.00 Uhr) gegen die Würzburger Kickers. „Das ist für mich als Mensch und FCK-Fan das Größte, was es gibt“, sagte der neue Coach bei seiner Vorstellung an diesem Donnerstag: „Ich bin in dieser Stadt aufgewachsen und weiß um die Wichtigkeit dieses Vereins. Der FCK ist für mich eine echte Herzensangelegenheit.“

          Hildmann spielte in seiner aktiven Zeit zwischen 1995 und 2000 fünf Jahre lang für die zweite Mannschaft des FCK. „Mit seiner Emotionalität und seinem Fachwissen ist er in unserer jetzigen Situation der richtige Trainer für den FCK“, begründete Geschäftsführer Martin Bader die Verpflichtung von Hildmann.

          Das Engagement bei seinem ehemaligen Klub ist für den 46-Jährigen die erst zweite Trainerstation im Profi-Fußball. Zuvor coachte er bis zu seiner Entlassung Anfang Oktober den Ligarivalen SG Sonnenhof-Großaspach. Doch der 46-Jährige hat bewiesen, dass man mit harter und ehrlicher Arbeit weit kommen kann. Seit seiner ersten Station, damals noch als Spielertrainer für seinen Heimatverein in der Landesliga, ist er an der Größe seiner Aufgaben kontinuierlich gewachsen.

          „Er ist ein sehr umgänglicher Typ, sehr empathisch und mit klaren Ansagen auf dem Platz", sagte Werder Bremens Cheftrainer Florian Kohfeldt, der gemeinsam mit Hildmann den DFB-Trainerlehrgang absolviert hatte. Schritt für Schritt hat sich Hildmann nach oben gearbeitet, bei seiner Jugendliebe auf dem Betzenberg erwartet ihn nun die bislang größte Herausforderung. „Es war immer ein echter Traum von mir, hier als Trainer tätig sein zu dürfen. Ich freue mich auf die vor uns liegenden Aufgaben und die Arbeit mit der Mannschaft.“

          Sein Vorgänger, der frühere Nationalspieler Frontzeck, war am vergangenen Samstag nach der 0:5-Pleite bei der SpVgg Unterhaching, der dritten Niederlage aus den vergangenen vier Spielen, von seinen Aufgaben entbunden worden.

          Nach 17 Spieltagen steht der 1. FC Kaiserslautern nur auf dem zwölften Platz (21 Punkte) in der 3. Liga und hat gerade noch vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Das Ziel Wiederaufstieg ist für den viermaligen deutschen Meister bei 13 Punkten Rückstand zur Tabellenspitze dagegen in weiter Ferne.

          Weitere Themen

          Die Probleme beim großen Zverev-Projekt

          Tennis in Wimbledon : Die Probleme beim großen Zverev-Projekt

          Alexander Zverev soll der beste Tennisspieler der Welt werden. Doch im Moment stockt die Karriere des Talentes. Denn es gibt in seinem Spiel noch Aspekte, die er verbessern muss, um ein ganz Großer zu sein.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.