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1:3 gegen Partizan Belgrad : Nächster Rückschlag für den FC Augsburg

  • Aktualisiert am

Augsburgs Bobadilla nach dem Spiel gegen Belgrad. Bild: Reuters

Augsburgs Fußballer kommen einfach nicht in Schwung. Auch in der Europa-League gab es keinen Sieg. Von zehn Pflichtspielen haben die Augsburger nur zwei gewonnen.

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          Trotz haufenweise bester Chancen und einer halbstündigen Überzahl hat der FC Augsburg in der Europa League den nächsten Rückschlag einstecken müssen. Die Schwaben verloren zu Hause gegen Partizan Belgrad mit 1:3 (0:1) und stehen damit in ihrer ersten internationalen Saison vor dem frühen Aus. Zugleich verpasste es der FCA, Selbstvertrauen für die anstehende Partie der Fußball-Bundesliga in Leverkusen zu tanken. In der Liga sind die Augsburger derzeit nur auf dem 16. Tabellenplatz.

          Beide Mannschaften kämpfen um den Ball. Bilderstrecke

          „Es ist wahnsinig enttäuschend, wenn Du als Verlierer vom Platz gehst. Das ist total ärgerlich“, sagte Manager Stefan Reuter im TV-Sender Sky. Der Fußball-Weltmeister von 1990 glaubt nicht, dass die Lage gefährlich wird. „Wenn Du nicht locker lässt, wirst Du belohnt. Und wir lassen nicht locker.“

          Gegen den serbischen Meister brachte sich die Truppe von Trainer Markus Weinzierl mal wieder mit einer eklatanten Abschlussschwäche um den Erfolg: Mehr als ein Tor von Raul Bobadilla (57.) sprang vor 22 948 Zuschauern nicht heraus, der Südamerikaner vergab gut ein halbes Dutzend Hochkaräter. „Es ist nicht zum ersten Mal. Wir haben uns die letzten Wochen ähnlich angestellt“, sagte Weinzierl und weiter: „Es ist natürlich bitter für die Jungs.“

          Den Gästen genügten für den Doppelpack von Andrija Zivkovic (31./62.) und das Eigentor des Augsburgers Dong-won Ji (54.) im Prinzip eineinhalb Möglichkeiten - es war der erste Erfolg von Partizan im achten Europacup-Spiel in Deutschland.

          Mit weiterhin null Punkten in der Vorrundengruppe L haben die Augsburger, die auch aus dem Platzverweis für Aleksandar Subic nach Gelb-Rot (64.) kein Kapital schlagen konnten, nur noch geringe Chancen auf ein Überwintern in der Europa League.

          Drei Tage vor dem Spiel bei Bayer Leverkusen hatte sich der FCA mehr erhofft, ein Erfolgserlebnis sollte her. Immerhin die Fans präsentierten sich in Bestform. „Seht ihr diese Pracht - Augsburg ist erwacht!“, feierten sie mit einem Riesen-Banner die Europa-Cup-Premiere.

          Und so war das erste Europapokal-Heimspiel symptomatisch für die jüngsten Wochen des FCA: Die Elf von Trainer Markus Weinzierl agierte bemüht, mit Zug zum Tor und zeigte eine hohe Laufbereitschaft. Im Abschluss aber hapert es gewaltig. Wie zuletzt schon gegen Bilbao (1:3) und Hoffenheim (1:3) zeigte der Gegner eine hohe Effizienz.

          Zum Seitenwechsel brachte Weinzierl Linksverteidiger Philipp Max für Markus Feulner und Alexander Esswein für Stürmer Tim Matavz - fast hätte sich der Doppel-Wechsel bezahlt gemacht: Eine Flanke von Max brachte Esswein aber auch kurzer Distanz nicht an Torwart Zivko Zivkovic vorbei. Wenige Augenblicke danach scheiterte zum wiederholten Mal Bobadilla, der im Strafraum zwei Gegenspieler austanzte, dann aber beim Abschluss patzte. Immerhin zeigte der Stürmer, dass er auch Tore schießen kann - sein neuntes Tor auf der europäischen Fußball-Bühne im 19. Spiel dürfte aber ein schwacher Trost gewesen sein.

          Genau wie die Entschuldigung von Schiedsrichter Alexandru Tudor nach dem Abpfiff. „Beim dritten Tor war es ein klares Foul. Der Schiedsrichter hat sich bei mir entschuldigt“, sagte Weinzierl. Vor dem entscheidenden Treffer war Daniel Baier im Mittelfeld nach einem Zweikampf liegen geblieben, Partizan spielte trotzdem weiter.

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