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1:2 gegen Dänemark : Kamerun als erstes Team ausgeschieden

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Kamerun (im Bild Webo) trauert: Die Afrikaner sind als erstes Team ausgeschieden Bild: dpa

Dänemark gewinnt nach frühem Rückstand noch gegen Kamerun und kann sich nun aus eigener Kraft fürs Achtelfinale qualifizieren. Kamerun ist hingegen als erstes der 32 WM-Teams endgültig ausgeschieden. Und Holland darf als erste Mannschaft sicher für die K.O.-Phase planen.

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          Kamerun ist nach zwei Niederlagen in den Spielen der Gruppe E am Samstagabend in Pretoria als erste afrikanische Mannschaft schon früh bei der Fußball-Weltmeisterschaft gescheitert. Allerdings mit einigem Pech, da das 1:2 gegen Dänemark vor 38.000 Zuschauern im Loftus-Versfeld-Stadion vermeidbar war. Das Team von Trainer Morten Olsen aber darf sich nach diesem glücklichen Erfolg durch Tore von Bendtner (32. Minute) und Rommedahl (61.) bei einem Gegentor durch Eto'o (10.) Hoffnungen machen, das Achtelfinale der WM zu erreichen. Das Team stand in dieser aufregenden Begegnung zwar meistens schwer unter Druck, bestach aber durch seine kühle Zielstrebigkeit und Präzision im Abschluss.

          Für beide Mannschaften war es die letzte Gelegenheit, einen vielversprechenden Blick auf das Achtelfinale richten zu können. Also bewiesen beide Trainer nach den Anfangsniederlagen ihrer Teams frischen Mut, bauten um und stärkten ihre Offensivkraft. Kameruns Coach Paul Le Guen hörte nach ein paar innerbetrieblichen Dissonanzen auf seine erfahrenen Spieler und gab dem beim FC Arsenal früh gereiften Alexandre Song, dem routinierten Geremi und dem heißblütigen Emana die erste Turnierchance. Kapitän Eto'o rückte von der rechten Seite ins Sturmzentrum - ganz so, wie es Afrikas Star und Champions-League-Gewinner mit dem FC Barcelona und Inter Mailand gefordert hatte. Kollege Morten Olsen setzte mit dem Einbau von Grönkjaer und Tomasson auf mehr Wucht in den eigenen Aktionen.

          Die Renovierung zeigte Wirkung. Vor allem die „unzähmbaren Löwen“ boten diesmal mehr als nur ein paar Appetithäppchen ihrer zielstrebigen Spielkunst und gingen schon nach zehn Minuten durch Eto'os Flachschuss nach einem verhängnisvollen Ballverlust des mehrmals fahrigen früheren Schalkers Christian Poulsen in Führung. Während Kameruns Offensive wirbelte, brauchten die Dänen lange, um den Kamerunern einen Schreck einjagen zu können.

          Die dänischen Torschützen feiern: Bendnter (r.) hat en Ausgleich geschossen, Tomasson (l.) den Siegtreffer

          Das Spiel von Olsens Mannschaft wirkte schwerfällig und fehlerhaft, doch selbst in der schwächsten dänischen Phase war die Verwundbarkeit der kamerunischen Abwehr zu erahnen. Beim Ausgleich von Bendtner (33.), einem kristallklar herausgespielten Treffer nach langem Pass des spielstarken Innenverteidigers Kjaer und Querpass von Rommedahl, wurde sie augenfällig.

          Danke schön

          Danach wurde es turbulent. Sowohl Tomasson (42.) als auch der alle überragende Eto'o mit einem Pfostenschuss (43.) wie der quirlige Emana (44.) waren in diesem unterhaltsamen, intensiven und temporeichen WM-Duell nah am 2:1.

          Kamerun blieb auch nach dem Wechsel im Vorteil, ging aber mit seinen Chancen schludrig um. Danke schön, sagten sich die Dänen und nutzten ihre erste Gelegenheit zum Führungstor.

          Der trickreiche Rommedahl ließ Makoun einfach stehen und erzielte das 2:1 mit einem raffinierten Drehschuss ins linke Eck (61.). Dänemark hatte damit als erste Mannschaft im Turnier einen Rückstand gedreht - mit skandinavischer Geradlinigkeit und Effektivität.

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